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Ein Rückblick nach 80 Jahren: Die Geschichte quält noch immer die Wirklichkeit

2018-01-02 15:14:18 de.china-info24.com

Der Winter in Nanjing vor 80 Jahren wird für Chinesen immer eine unerträglich schmerzliche Erinnerung sein. In den letzten 20 Jahren streitet Japan immer wieder ab, dass es ein Massaker in Nanjing gegeben hat, und lässt damit die 300.000 Opfer nicht in Frieden ruhen. Die Aggressoren streuen damit Salz in die Wunde der chinesischen Nation, sodass die Chinesen darauf zurückblicken müssen und Japan, die Welt und sich selbst stets daran erinnern müssen: Die Wunden der Vergangenheit bluten immer noch. Aus diesem Grund ist der nationale Gedenktag so wichtig. Wird die Geschichte nicht korrekt dargestellt, gibt es keine Zukunft für die chinesisch-japanische Freundschaft. Die Wahrheit ist so einfach – Japan streitet seine grausame Geschichte ab und spielt sie herunter, wodurch sie bereits zu einem Spiegel der Realität seines Volkes geworden ist!

Am 13. Dezember wurde die Friedensglocke geläutet und Friedenstauben fliegen gelassen, während Chinas Staatspräsident Xi Jinping bei der großen Gedenkfeier in Nanjing um die Opfer des Massakers von Nanjing vor 80 Jahren trauerte. Zum Gedenken legten Soldaten acht Blumenkränze vor die Gedenkstätte des Nanjing-Massakers nieder.

Yu Zhengsheng, Vorsitzender der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes, wies in seiner Rede während der Gedenkfeier am 13. Dezember klar darauf hin, dass man nur dann eine bessere Zukunft schaffen könne, wenn man die Geschichte richtig verstehe.

Auch der südkoreanische Botschafter in China nahm an den Gedenkfeierlichkeiten teil. Er repräsentierte den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, der an diesem Tag China einen Besuch abstattete, um der Opfer des Nanjing-Massakers zu gedenken.

Am ersten Tag seines Staatsbesuches in China sprach Moon Jae-in bei vielen Gelegenheiten das historische Problem an und betonte, dass der 13. Dezember der Gedenktag an das Nanjing-Massaker vor 80 Jahren sei und die Südkoreaner fühlten mit den Chinesen mit. Er repräsentierte das südkoreanische Volk und drückte seine Trauer und sein Beileid aus. China und Südkorea sind Opfer des Zweiten Weltkrieges. Beide Völker befürworten eine korrekte Aufarbeitung der Geschichte, damit sich solch eine Tragödie nicht wiederholen kann.

Diesbezüglich sagte der Pressesprecher des chinesischen Außenministeriums, man schätze die Freundschaft, die der südkoreanische Präsident Moon Jae-in repräsentativ für die südkoreanische Regierung und das südkoreanische Volk gegenüber dem chinesischen Volk zeigte. China und Südkorea sind Nachbarn, die sich im Kampf gegen die japanische koloniale Aggression und im nationalen Befreiungskampf gegenseitig halfen und einen wichtigen Beitrag am Sieg im weltweiten antifaschistischen Krieg leisteten.

Jedes Land ist sich dessen bewusst, dennoch wird der japanische Premierminister Abe wahrscheinlich auch weiterhin nicht darauf hören. Es ist bekannt, dass China und Japan anlässlich der Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen bereits versucht haben, die Kriegsgeschichte zur Vergangenheit zu machen. Anfang der 80er-Jahre inspirierte die Vision der „Generationen übergreifenden Freundschaft“ die Völker.

Jedoch infolge der Besuche aller vorherigen Minister und Abgeordneten beim Yasukuni-Schrein, des Umschreibens der Geschichtsbücher, des Abstreitens der Trostfrauen, des Massakers von Nanjing usw. haben China und Südkorea, als Opfer der japanischen Aggression, festgestellt, dass Japan nicht korrekt mit der Wahrheit seiner Aggressionsgeschichte umgehen kann. Internationale Mitglieder, die Frieden lieben und den Krieg miterlebt haben, können Japans Beschönigung seiner Kriegsvergangenheit nicht nachvollziehen. Europäer wissen, dass der einzige Weg für eine Versöhnung zwischen Opfern und Verursachern aufrichtige Reue ist.

Seit Willy Brandts Kniefall vor dem Ehrenmal für die Toten des Warschauers Ghettos nutzen deutsche Führungspersönlichkeiten jede Gelegenheit, um Reue zu zeigen. Da dies, hinsichtlich des Erlangens des nachbarschaftlichen Vertrauens, das eigene internationale Image und die internationale Stellung wiederherstellte, ging es es dabei wirklich um gute Gelegenheiten und nicht um „Schande“. In Die guten Beziehungen, die Deutschland zu seinen „Opfern“ aus dem Zweiten Weltkrieg hat, und die gute internationale Stellung Deutschlands sind ein Erfolg der deutschen Führungspersönlichkeiten und des deutschen Volkes. Der Nationalsozialismus ist heute in Deutschland wie eine Straßenratte - Betätigungen, Symbole und Propaganda im nationalsozialistischen Sinn sind in Deutschland und Europa verboten. Als der rechtsextreme französische Politiker Jean-Marie Le Pen sagte, dass Konzentrationslager ein Detail der Geschichte gewesen seien, sah er sich mit einem Prozess konfrontiert und musste eine Geldstrafe zahlen. Die Verleumdung der „Trostfrauen“ und des „Massakers von Nanjing“ durch Abe und andere japanische Politiker in der heutigen Zeit sind genauso schlimm.

Das Nanjing-Massaker ist ein Verbrechen des japanischen Militarismus während der Invasion in China. Die internationale Gemeinschaft hat dies bereits geschlussfolgert. Europäische Gelehrte haben es früh als „Massaker“ deklariert und nicht als „Vorfall“, wie es Japan bezeichnet. Insbesondere die Veröffentlichungen von historischen Dokumenten und schriftlichen Beweisen in den letzten Jahren belegen die Geschehnisse des Nanjing-Massakers. Bis heute bestreiten japanische Politiker das Massaker öffentlich, woran sich erkennen lässt, dass der Weg für die „korrekte Aufarbeitung der Geschichte“ Japans noch sehr lang ist. Auf der anderen Seite beweist es die Notwendigkeit für die Veranstaltung von nationalen Gedenkfeiern in China. Letztes Jahr sagte Abe, er empfinde „tiefe Reue“ für die Taten der japanischen Truppen in Asien, aber die japanischen Nachkommen sollten sich nicht immer dafür entschuldigen müssen. Wenn er die Nachkommen dazu „ermutigt“, weiter den Yasukuni-Schrein zu besuchen, dann war diese „Reue“ nicht aufrichtig.

Man sollte sehen, dass die Haltung, die Japan gegenüber dem Massaker von Nanjing zeigt, nicht nur von Politikern kommt, sondern auch vom Volk. Deswegen sind der Bürgermeister von Nagoya, der 2012 beim Empfang einer Delegation aus Nanjing öffentlich die Existenz des Massakers bestritt, und der Bürgermeister von Osaka, der den Vertrag für die Städtepartnerschaft mit San-Francisco auflöste, nachdem er erfuhr, dass dort ein Denkmal für die Trostfrauen steht, immer noch im Amt.

Heute existiert ein riesiger „Markt“ für die Beschönigung der Aggressionsgeschichte in Japan. Das ist die grausame Realität, über die Chinesen an diesem Gedenkfeiertag nicht hinwegsehen können.

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