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Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit vergrößert mit „Harmonie“ seinen Freundeskreis

2018-06-12 10:45:55 de.china-info24.com

„Ist es nicht schön, Freunde in der Ferne zu haben?“ – Konfuzius. Das Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) fand vom 9. bis 10. Juni in Qingdao in der Provinz Shandong statt. Dies ist das erste Gipfeltreffen nach der Aufnahme neuer Mitglieder in die SOZ und ein weiteres wichtiges Ereignis in der chinesischen Diplomatie in diesem Jahr. Es ist auch zu einem Richtungsgeber geworden, um die Entwicklung und die Errungenschaften der SOZ zu betrachten und seine zukünftige Nachhaltigkeit und sogar seine Auswirkungen auf die Welt zu beurteilen.

Die SOZ, die gerade ihr 18. Jahr bestreitet, hat ihr Gipfeltreffen wieder in China abgehalten, wo sie ihren Ursprung hat - eine Hommage an die Geschichte und ein neuer Ausgangspunkt für die Zukunft. Der Ort, an dem es stattfand, ist noch faszinierender: Shandong ist die Heimat von Konfuzius und der Geburtsort der konfuzianischen Kultur, und Qingdao ist der Ort, an dem östliche und westliche Kulturen zusammentreffen, was gut zum „Shanghai-Geist“ der Organisation passt.

Wie der chinesische Präsident Xi Jinping sagte, stellt der Konfuzianismus einen wichtigen Teil der chinesischen Zivilisation dar. Der Konfuzianismus glaubt, dass eine gerechte Sache für das Gemeinwohl aller verfolgt werden sollte („Wenn der rechtmäßige Pfad beschritten wird, steht die Welt allen offen“) und plädiert für Harmonie, Einheit und Gemeinschaft für alle Nationen. Der „Shanghai-Geist“ besteht auf gegenseitiges Vertrauen, gegenseitigen Nutzen, Gleichheit, Konsultation, Respekt für verschiedene Kulturen sowie gemeinsamer Entwicklung, sucht nach Gemeinsamkeiten, während Unterschiede beibehalten werden, und betont den gemeinsamen Nutzen einer Kooperation.

Aufgrund der Rede von Xi Jinping widmeten sich viele chinesische und ausländische Freunde wieder der traditionellen chinesischen Kultur, die vom Konfuzianismus repräsentiert wird. „Harmonie“ ist ebenfalls Grundlage des „Shanghai-Geistes“.

Gegenwärtig umfasst die SOZ acht Mitgliedstaaten, vier Beobachterländer und sechs Dialogpartnerländer, die 60% der Fläche in Europa und Asien abdecken und die Hälfte der Weltbevölkerung (mehr als 3 Milliarden) ausmachen, was mehr als 20% des globalen BIPs entspricht. Als die bevölkerungsreichste und geografisch umfassendste regionale Organisation wird die SOZ zunehmend zu einer unverzichtbaren Kraft für die Aufrechterhaltung der regionalen Sicherheit, die Förderung einer gemeinsamen Entwicklung und die Verbesserung der Weltordnungspolitik, doch diese starke Kraft soll gegen niemanden gerichtet sein. Stattdessen fördert sie die Zusammenarbeit zu beiderseitigem Nutzen, um eine gemeinsame Entwicklung und Wohlstand zu realisieren. Dies ist für die ganze Welt von großer Bedeutung und wird von einigen westlichen Medien sogar als Vorreiter in der Beteiligung von nicht-westlichen Ländern an der Weltordnungspolitik gesehen.

Vor allem im Zusammenhang mit dem Aufstieg des Protektionismus befindet sich die Weltwirtschaft in einer unsicheren Lage. Das Konzept der „Harmonie“ verleiht der Weltordnungspolitik neue Kraft. „Harmonie aber nicht Gleichheit“ ist das Gesetz der Entwicklung aller Dinge. Die Mitglieder der SOZ in Europa und Asien unterscheiden sich in Politik, Kultur, Traditionen und Ideologien, aber ist dieser Unterschied nicht eine Besonderheit der von der SOZ abgedeckten Region? Der Zweck der SOZ ist es, die Vielfalt der Kulturen in verschiedenen Ländern zu schützen, den gegenseitigen Austausch zu stärken und voneinander zu lernen, anstatt getrennt, gegenseitig ausschließend und austauschbar zu sein.

Man kann nicht bestreiten, dass es unter den Ländern der Welt so große Differenzen gibt, dass sie zwanglsäufig aneinander geraten, selbst innerhalb der SOZ, wie z.B. die Differenzen zwischen Indien und Pakistan oder Indiens Zweifeln an der „Ein Gürtel, eine Straße“-Initiative. Es ist notwendig, dass die Organisation gegenseitiges Vertrauen durch kontinuierliche Institutionalisierung fördert, sodass gemeinsame Ziele zwischen allen Ländern gefunden werden können und eine stille Übereinkunft erreicht werden kann. Natürlich ist die Wirksamkeit der Zusammenarbeit der SOZ selbst der größte gemeinsame Nenner auf der Grundlage der Toleranz für Unterschiede.

Mit dem Abschluss des Gipfels haben alle Parteien gemeinsam Dokumente wie die Erklärung von Qingdao und den Rahmen für die Umsetzung des Vertrags über eine langfristige gute Nachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit veröffentlicht und eine Reihe von Konsensen erreicht. Sicherheit, Wirtschaft und Kultur sind die drei Säulen der Zusammenarbeit der SOZ. Die Parteien werden in Zukunft die Zusammenarbeit und den Austausch in diesen drei Bereichen verstärken.

Indien und Pakistan schlossen sich der SOZ an und erhielten von allen Parteien die volle Bestätigung. Sie veränderten keineswegs das Wesen des „Shanghai-Geistes“, der gegenseitiges Vertrauen, gegenseitigen Nutzen, Gleichheit, Konsultation, Respekt für verschiedene Kulturen und gemeinsame Entwicklung betont, sondern hoben die Vielfalt der SOZ hervor.

Am anderen Ende der Welt in Kanada war die Atmosphäre des G7-Gipfel hingegen etwas peinlich. Das Treffen wurde wegen des drohenden Handelskrieges durch US-Präsident Donald Trump als G6 + 1-Gipfel bezeichnet. Trump attackierte nicht nur heftig die traditionellen Verbündeten und nördlichen Nachbarn der USA, sondern zog auch seine Unterstützung für die gemeinsame Erklärung des Gipfels zurück. Die „tiefe Freundschaft“, die Präsident Macron vor mehr als einem Monat demonstrierte, verhinderte nicht, dass Trump sich entschied, aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszutreten und Stahl und Aluminium aus der EU zu besteuern. Es ist leicht zu erkennen, dass, selbst wenn die G7 lange Zeit als ein Ort der Koordinierung von Handelspolitiken und gemeinsamen Werten zwischen den Mitgliedstaaten angesehen wurde, wenn jedes Mitglied nur auf die Maximierung ihrer eigenen Interessen achtet, sie sich dem Schicksal der „Differenzierung“ nicht entziehen können.

Die Konzepte für den Aufbau einer neuen Art von internationalen Beziehungen und der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit finden zunehmend Anerkennung in der internationalen Gemeinschaft. Das Gipfeltreffen in Qingdao hat der Außenwelt gezeigt, dass die SOZ nach und nach zu einer Plattform für die regionale Kooperation mit mehr Funktionen wird. Für China ist sie ein Testgebiet, um das Konzept der Weltordnungspolitik zu realisieren. Angesichts der misslichen Lage, in der sich Weltordnungspolitik derzeit befindet, ist das chinesische Konzept der „Harmonie“, wobei Harmonie nicht Gleichheit bedeutet, ein gutes Beispiel, an dem man sich orientieren kann.

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