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Kommentar: Was steckt hinter den US-Zöllen?

2018-08-08 10:12:13 CRI

Die USA erheben ab 23. August erneut Zölle auf importierte Waren aus China. China sieht sich gezwungen, Gegenzölle zu erheben.

Ratsam für China sei Vertiefung seiner Reformen, hieß es in einem Kommentar.

Was hinter den US-Zöllen stecke sei genau das Gegenteil der behaupteten Rücksicht auf die nationale Sicherheit der USA. Das Büro des US-Handelsbeauftragten habe vor der Entscheidung der Zollerhebung eine Anhörung abgehalten. 82 Vertreter aus Branchen wie Chemieindustrie, Elektronik und Photovoltaik nahmen daran teil. Nur sechs Vertreter äußerten sich einverstanden mit der neuen Zollerhebung. Die meisten fürchteten um Verletzung der eigenen Interessen.

Doch die US-Regierung wolle die allgemeine Ablehnung ignorieren. Die Meinung der Mehrheit werde gekidnappt durch einige wenige Politiker. Die wollen nicht nur Chinas Entwicklung verhindern, sondern auch Profite für sich selber so schnell wie möglich ausbauen. Dazu gehören der US-Handelsminister Ross, der Handelsbeauftragte Lighthizer und der Direktor des US-Nationalen Handelsrats Navarro. Sie seien fest davon überzeugt, dass Zölle auf importierte Waren aus China ihnen Profite bringen könnten. Beschwerden der US-Unternehmen und Verbraucher seien sie egal, so der Kommentar.

Die negative Auswirkung auf die US-Wirtschaft ist da. Nur die Politiker in Washington wollten das nicht wahrnehmen: Eine Elektronikfirma erklärte, 126 der insgesamt 134 Stellen in einer Fernsehfabrik in South Carolina streichen und die Fabrik in zwei Monaten gar zu schließen.

Die Denkfabrik PIIE geht davon aus, dass 195.000 US-Arbeiter in einem bis drei Jahren arbeitslos werden, wenn die USA einen 25 Prozent Zoll auf importierte Autos erheben würden. Die Zahl könne auf 624.000 steigen, wenn Handelspartner der USA Gegenzölle erheben würden.

Auch die Molkerei-Branche meldete schlechte Nachricht: Die Preise der US-Milch, die sehr abhängig von ausländischen Märkten ist, sind wegen des Handelskrieges auf 15 Dollar pro 100 Pfund gesunken.

Aber es gibt auch Waren, deren Preise wegen des Handelskrieges in die Höhe schnellen: Coca Cola, Wohnwagen, Spielzeuge und Kleidung. Einige US-Internetuser erklären, 25 Prozent Zoll auf Importwaren bedeute 25 Prozent Preiserhöhung für Dinge, die normale Verbraucher für ihren Alltag brauchen. Wie vor etwa 30 Jahren seien die US-Verbraucher die größten Verlierer des Handelskrieges, kommentiert CRI.

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