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Kommentar: Anhaltende ausländische Investitionen in China - Woher kommt das Vertrauen?

2018-08-14 11:32:59 CRI

Wie das chinesische Handelsministerium vor kurzem mitteilte, sind in der ersten Hälfte des laufenden Jahres in China insgesamt 29.591 Firmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung neu gegründet worden. Dies entspricht einer Zunahme von 96,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das real genutzte ausländische Kapital ist um 4,1 Prozent auf 68,32 Milliarden US-Dollar (59,80 Mrd. Euro) angewachsen. Laut Investitionsauskunft betragen die Investitionen aus den Vereinigten Staaten in China 29,1 Prozent mehr als die des Vorjahres.

Obwohl der Handelskrieg zwischen China und den USA sich zukünftig wahrscheinlich auf die ausländischen Investitionen in China auswirken wird, zeigen die oben genannten Statistiken bereits, dass die ausländischen Investoren trotz der Negativwirkung des Handelskrieges Vertrauen in China haben. Für das Vertrauen können wir fünf Gründe nennen:

Erstens bietet China eine Möglichkeit des gemeinsamen Wachstums von Produktion und Konsum an. Schätzungen zufolge wird es bis zum Jahr 2030 weltweit eine Mittelschicht von 4,9 Milliarden Menschen geben, wobei zwei Drittel davon aus Asien stammen werden und davon wiederum die meisten aus China. Die Chancen liegen deshalb vor allem in der Offenheit des chinesischen Markts, der mehr internationale Unternehmen für eine Geschäftstätigkeit in China anlockt. Außerdem wird China auch als eine Konsummacht zum Weltwirtschaftswachstum beitragen. Zudem wird die chinesische Mittelschicht im Rahmen eines neuen Lifestyles durch die neue technische Revolution ein hohes Interesse an neuen Produkten haben.

Zweitens hat China Vorteile bei den Industrieketten und kann die ausländischen Unternehmen mit vollständigen industriellen Dienstleistungen unterstützen. Die Herstellungsindustrie startet nicht von Null, sondern ist bereits auf einem hohen Stand. Die Vorteile Chinas liegen in den vollständigen Industrien, der starken Produktionsfähigkeit, der guten Infrastruktur und Industriekette sowie in den immer besser qualifizierten Arbeitskräften. Beachtenswert ist, dass je komplexer die Industriekette ist, umso mehr Investitionen angelockt werden können, im Vergleich zur Größe der Industrien.

Drittens ergänzen sich die Produktionsfähigkeit Chinas und die Innovationsfähigkeit der Industrieländer. Die Unternehmen oder Einzelpersonen aus Industrieländern sind ziemlich innovativ und kreativ. Aber von den Grundlagenforschungen und Anwendungsforschungen bis zur Vermarktung und Produktion ist es ein langer Weg. Die umfangreichen Produktionen Chinas und der große chinesische Markt locken innovative Firmen an, in China zu investieren. Damit werden die fortschrittlichen Technologien aus anderen Ländern ganz schnell Marktanwendungen in China finden und auch die Kosten können auf das niedrigste Niveau gesenkt werden.

Viertens schafft der milde Aufschwung der Weltwirtschaft trotz der absehbaren Folgen des Handelskrieges im Großen und Ganzen vorteilhafte äußere Bedingungen für das Anlocken ausländischer Investitionen in China. Im vergangenen Jahr ist das Bruttoinlandsprodukt weltweit durchschnittlich um 3,8 Prozent angewachsen. IWF-Schätzungen zufolge wird das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr 3,9 Prozent erreichen.

Fünftens wird sich China weiter nach außen öffnen. Am 28. Juli traten die chinesischen Sonderverwaltungsmaßnahmen 2018 zur Zulassung von ausländischen Investitionen offiziell in Kraft. Damit werden für ausländische Investoren 15 von 63 Investitionsbeschränkungen in mehreren Bereichen abgeschafft. Davon werden unter anderem das Finanzwesen und die Herstellungsindustrie betroffen. 2021 werden Beschränkungen der Aktienanteile ausländischen Kapitals in allen Bereichen des Finanzwesens aufgehoben. Im Jahr 2020 und 2022 wird diese Beschränkung jeweils für Nutzfahrzeuge und PKWs aufgehoben.

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