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Sensationalisierung des „Weihnachtskarten-Falls“ durch westliche Medien ist Farce

2019-12-25 10:29:42 CRI

Vor dem Weihnachtsabend hat ein sechsjähriges Mädchen in einem Vorort von London auf einer Weihnachtskarte einen angeblichen Hilfeschrei aus einem Gefängnis in Shanghai entdeckt. Der Hilfesuchende behauptete, er sei zur Produktion von Weihnachtskarten gezwungen worden. Der „Hilfeschrei“ war in Englisch verfasst und lautete:

„Wir sind ausländische Häftlinge im Shanghaier Qingpu-Gefängnis. Wir sind zur Arbeit gezwungen. Bitte helfen Sie uns! Bitte teilen Sie dies einem Mann namens Peter Humphrey mit und nehmen Kontakt mit ihm auf!“.

Es ist schon ein ziemlicher Zufall, dass der Vater des Mädchens Peter Humphrey im Internet gefunden hat. Noch zufälliger ist, dass Humphrey auch in einem chinesischen Gefängnis inhaftiert gewesen war, ausgerechnet im Qingpu-Gefängnis in Shanghai. Im Anschluss daran ist ein langer Artikel von Humphrey über diese Geschichte „zufällig“ in der Zeitung „The Sunday Times“ veröffentlicht worden.

Weihnachten, Menschenrecht, China, Gefängnis – mit all diesen Schlagworten haben westliche Medien diese Geschichte zu einer Sensation aufgeblasen.

Allerdings passt alles irgendwie zu perfekt zusammen in dieser Geschichte. Dieser filmreife „Blockbuster“ mit so vielen Zufällen ist in der Tat nicht so einfach zu glauben und wirkt sehr merkwürdig und rätselhaft.

Der Artikel von Humphrey in der britischen Zeitung „The Sunday Times“ heißt „Tesco charity cards packed by China’s prison slaves“. Statt normaler Formulierung wie zum Beispiel „offender“, „culprit“ oder „prisoner“ wurde das Wort „slaves“ benutzt. Bevor überhaupt Beweise gesucht werden, hat die Zeitung schon angefangen davon zu schreiben, dass in China Gefangene als Sklave behandelt würden.

Überdies stellt der Autor in dem Artikel viele bloße Vermutungen auf, die er mit „I consider“ und „I know“ einleitet. Im Vergleich dazu erwähnte Humphrey fast keine einzigen Beweise zur Unterstützung seines Arguments.

CGTN, Teil der China Media Group (CMG) hat Li Qiang, Parteisekretär und Chef des Qingpu-Gefängnisses in Shanghai, interviewt. Li Qiang bezeichnete den Bericht von Humphey in einem Exklusivinterview als erfunden und der Sachlage entgegensetzt. Laut Li können Häftlinge, die arbeiten wollen, gewisse Arbeitsbelohnungen erhalten. Ein Teil der Belohnungen fungierten als Reserve-Fonds, welchen die Häftlinge bei der Entlassung für den Beginn eines neuen Lebens abholen können. Die anderen Einnahmen könnten für den alltäglichen Lebensunterhalt genutzt werden. Der Verfasser des Artikels in der „The Sunday Times“ sei der ehemalige britische Journalist Peter Humprey. Er und seine Frau saßen wegen illegalen Handels mit privaten Daten chinesischer Bürger in einem chinesischen Gefängnis. Das Ehepaar wurde 2015 nach einer Strafmilderung abgeschoben, so Li Qiang.

Li Qiang fügte hinzu, Peter Humphrey sei nicht lange im Qingpu-Gefängnis in Haft gewesen, weniger als zwei Jahre. Natürlich habe er einen Widerwillen gehabt, was auch verständlich sei. Das Gefängnis werde niemanden unterdrücken, der Einwände bezüglich seines Urteils habe. Jeder könne bei Gericht Einspruch erheben. Solche Rechte seien gewährleistet.

Auch der britische Supermarkt Tesco hat die angebliche Meldung von Peter Hamphrey als grundlos zurückgewiesen.

In einer schriftlichen Antwort von Tesco an den CGTN hieß es, Tesco verfüge über ein umfassendes Kontrollsystem. Die unabhängige Überprüfung gegenüber den Lieferanten habe im Vormonat stattgefunden. Es gebe keine Beweise, dass die Lieferanten die Bestimmungen über das Anstellungsverbot von Arbeitern aus Gefängnissen verletzt hätten. Der Supermarkt habe bereits ein entsprechendes Überprüfungsverfahren eingeleitet und werde das Treffen mit dem Unternehmen fortsetzen, so Tesco.

Darüber hinaus hat der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, am Dienstag in Beijing die Meldung von der britischen Zeitung „Times“ als veraltete Farce zurückgewiesen.

Dazu erklärte Geng Shuang, all dies sei von Humphrey selbst erfunden und sei eine alte Farce. Angaben der zuständigen Behörde zufolge werden im Qingpu-Gefängnis in Shanghai keine ausländischen Häftlinge zur Arbeit gezwungen.

Recherche bzw. Gegenrecherche sind heutzutage leider nicht mehr überall Standard und deshalb Spekulationen und vorschnelle Verurteilungen leider kein Einzelfall: Vor einem Monat hatten die BBC und CNN ohne jegliche Belege behauptet, dass es sich bei den 39 Leichen in einem Lkw, der in einem Industriepark in der Nähe von London gefunden wurde, um Chinesen handle. Die Tatsachen haben schließlich das Gegenteil bewiesen und zeigen, dass diese westlichen Medien nur Fake-News verbreiten.

Die Fakten sind eindeutig. Die Behauptung von Peter Humphrey ist schlichtweg frei erfunden und völlig unbegründet. Chinesische Medien haben umgehend alle beteiligten Seiten in diesem „Fall“ interviewt, die wirkliche Situation aufgezeigt und so das wahre Gesicht von Peter Humphrey sowie die impulsive Verleumdung Chinas durch britische Medien bloßgestellt.

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