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Klinikgruppe Luohu, Vorreiter der medizinischen Reform in Shenzhen

2016-12-26 04:25:06 CRI

Die Nachteile der wohnortnahen medizinischen Betreuung liegen in dem dortigen niedrigen Niveau medizinischer Behandlung und dem Mangel an Medikamenten. Die 2015 gegründete Shenzhener Klinikgruppe Luohu besteht aus fünf Bezirkskliniken und 35 Gesundheitszentren in verschiedenen Wohnvierteln. Die Gruppe setzt sich vorrangig für die Integration von Fachkräfteressourcen ein, um das Problem des Ärztemangels in Gesundheitszentren in Wohnvierteln zu lösen.

Gruppenvorsteher, Sun Xizhuo, erläutert: "Da wir eine Klinikgruppe sind, können Gesundheitszentren in Wohnvierteln mit fachärztlicher Unterstützung von Bezirkskliniken rechnen. So ist das Problem des Ärztemangels lösbar. Bei uns gibt es nur 260 Allgemeinärzte, dagegen mehr als 1.000 Fachärzte. Diese können den Gesundheitszentren in Wohnvierteln eine helfende Hand reichen. Auch Ärzte von städtischen Kliniken werden zu uns geschickt. Regelmäßig laden wir auch namhafte Ärzte aus anderen Landesteilen und sogar aus dem Ausland zum Ambulanzdienst ein. So ist das Problem des Ärztemangels erfolgreich gelöst."

Um hochqualifizierte Allgemeinärzte anzuziehen, hat die Klinikgruppe Luohu landesweit 30 Allgemeinärztestellen mit einem Jahreseinkommen ab 300.000 Yuan RMB ausgeschrieben. Über 1.000 Allgemeinärzte aus verschiedenen Landesteilen haben sich um diese Stellen beworben. Die Ärzte, die eingestellt wurden, engagieren sich inzwischen alle in Gesundheitszentren in Wohnvierteln, darunter Yin Zhaoxia, Doktorin der Medizinwissenschaften und frühere Chefärztin für Kardiologie an der Beijinger Fuxing-Klinik. Für die Stelle als Allgemeinärztin in Shenzhen musste Yin Zhaoxia vieles aufgeben: ihre Stelle als Chefärztin in einer Beijnger Universalklinik, den Titel der Doktortutorin und den Beijinger Hukou. Der Hukou ist eine Art Meldebescheinigung beim Einwohnermeldeamt. In der Klinikgruppe Luohu habe sie aber eine ideale Plattform für ihre individuelle Entwicklung gefunden, meint Frau Professor Yin:

"Anders als Fachärzte benötigen Allgemeinmediziner die finanzielle Unterstützung der Regierung. Die Shenzhener haben ein hohes Bewusstsein für Reform und Öffnung, sei es die Bezirksverwaltung Luohu, sei es die gleichnamige Klinikgruppe. Ich habe für die Allgemeinmedizin auf vieles verzichten müssen und will diesem Beruf mein ganzes Leben widmen."

Nach Luohu wurden auch der Allgemeinmediziner, Brant Blashki, aus Australien und sein Team geholt. Die australischen Fachkollegen sollen helfen, die einheimischen Ärzte in der Allgemeinmedizin auszubilden. Brant Blashki sagt: "Ich bin froh, in die Klinikgruppe Luohu gekommen zu sein. Die Allgemeinmedizin hat sich in Shenzhen gut entwickelt. Wir hoffen, in Zusammenarbeit mit der Klinikgruppe Luohu bessere Allgemeinärzte auszubilden."

Neben Ärztemangel ist der Mangel an Medikamenten ein weiteres Problem für die Gesundheitszentren in den Wohnvierteln in Shenzhen. Da in solchen Zentren nur Basis-Medikamente angeboten werden und die Medikamentenauswahl gering ist, sind die Patienten gezwungen, sich von Ärzten in Großkliniken Medikamente verschreiben zu lassen. Angesichts dieser Situation hat die Klinikgruppe Luohu einiges getan, um dieses Problem zu lösen. Klinikvorsteher Sun Xizhuo erklärt:

"Seit Mai 2016 bieten wir allerlei Medikamenten an, die auf jeden Fall in einer der Shenzhener Klinik erhältlich sind. Sollten wir einmal tatsächlich das gewünschte Medikament nicht vorrätig haben, bekommt der Patient in 24 Stunden das Medikament von uns nach Hause geschickt. Und die Menge der von uns verschriebenen Medikamente ist unbegrenzt. Bald werden wir „Langzeitrezepte" ausstellen. Bei chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck dürfen dann Medikamente für einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten verschrieben werden. Früher durfte ein Rezept nur für zwei bis vier Wochen ausgestellt werden."

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