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Jedes Jahr gehen in China etwa 500.000 Senioren verloren

2017-10-11 11:46:04 CRI

Eine Untersuchung ergab, dass jedes Jahr in China etwa 500.000 ältere Leute verloren gehen. Das sind durchschnittlich über 1.300 Menschen am Tag. 80 Prozent der verlorengegangenen Senioren sind über 65 Jahre alt. Demenzerkrankungen und der Mangel an Pflege sind die Hauptursache für dieses ernsthafte soziale Problem.

Der Untersuchung zufolge leiden 25 Prozent der Betroffenen unter Alzheimer Erkrankung und 72 Prozent unter Gedächtnisstörungen. Nach dem Wiederauffinden gehen 25 Prozent der Senioren erneut verloren.

Als Folge der Ein-Kind Politik altert Chinas Bevölkerung sehr schnell. Anfang 2016 wurde diese Politik vollständig aufgehoben. Nach dem chinesischen Gesetz sind Erwachsene zwar dazu verpflichtet, ihre Eltern zu pflegen und zu unterstützen. Wegen verfrühten Todesfällen oder Umzugs ihrer Kinder leben viele Senioren dennoch allein.

Die Situation ist besonders ernst in Kleinstädten bzw. auf dem Land, denn junge Leute wandern gerne in die wohlhabenden Küstenstädte Ostchinas ab.

Einem Weltbank-Bericht zufolge ist die Anzahl der Senioren in China groß. Inzwischen sind 114 Millionen Chinesen 65 Jahre alt oder noch älter. Damit steht China an der Spitze der Entwicklungsländer.

Dem Weltbank-Bericht zufolge gehen in den kommenden 30 Jahren voraussichtlich 90 Millionen Chinesen in Pension.

Auch die chinesische Regierung hat vor einer alternden Gesellschaft gewarnt. Bis 2030 werden über 400 Millionen Chinesen die Altersgrenze von 60 Jahren überschreiten. China wird bis dahin ein Land mit den meisten Senioren in der Welt sein. Aufgrund der wachsenden Anzahl von Senioren werden sich die Ausgaben für Gesundheitsfürsorge auf 20 Billionen erhöhen.

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