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Hangzhou will zu Chinas Silicon Valley werden

2018-05-02 11:29:29 CRI

Die Stadt Hangzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejiang ist für seine malerischen Landschaften bekannt. Ein reiches Kulturerbe mit dem berühmten Westsee ist seit langem die Visitenkarte der Stadt.

Zugleich bemüht sich Hangzhou, der Welt seine Modernität auch umfangreich zu präsentieren. Der Plan ist, im Westen der Stadt einen sogenannten Korridor für wissenschaftliche Innovation zu errichten.

Dafür hat Hangzhou sich das Silicon Valley in den USA als Vorbild genommen und will hundert Millionen Yuan RMB investieren, um in der Region ein weltweit führendes Zentrum für Informationsindustrie zu bauen.

Vom Westen in den Osten erstreckt sich der Korridor über 30 Kilometer. Vom Norden in den Süden sind es nur drei Kilometer. Er umfasst verschiedene Zonen für wissenschaftliche Forschung und Entwicklung. Dazu zählen vor allem die Wissenschaftsstadt der Zhejiang Universität, eine Future Science City und die Qinshanhu Wissenschaftsstadt.

2017 begann die Future Science City, neue Mitglieder im Bereich der künstlichen Intelligenz in das Gebiet einzuladen. Dazu zählen auch Chinas IT-Riesen Alibaba und Baidu.

Inzwischen hat auch das Cethik-Forschungsinstitut, eine führende Forschungseinrichtung im Bereich Elektronik in China, 1,3 Milliarden Yuan, umgerechnet mehr als 200 Millionen US-Dollar, investiert, um in dem Korridor eine Produktionsstätte für löschbare und wiederbeschreibbare optische Chips zu errichten.

Qu Yonghui, ein Beamter des Verwaltungskomitees der Future Science City, erklärt.

"Alle Projekte stehen in engem Zusammenhang mit der künstlichen Intelligenz und sind von großer Bedeutung. Zum Beispiel gibt es Projekte mit selbstfahrenden Vehikeln, die intelligente Produktion von medizinischem Equipment und Analyse digitaler Bilder."

Neben firmengetriebenen Projekten versucht der Korridor für wissenschaftliche Innovation auch, die Ressourcen der Hochschuleinrichtungen in Anspruch zu nehmen. Es gibt bereits 15 solche Einrichtungen, die sich im Korridor angesiedelt haben. Dazu zählen die Zhejiang Universität, die Technische Universität Zhejiang und die Hangzhou Elektronik-Universität.

Wu Zhaohui, Präsident der renommierten Zhejiang Universität, erklärt, dass Hochschuleinrichtungen eine wichtige Rolle bei Entwicklung des Korridors zum chinesischen Silicon Valley spielen werden.

"Unsere Universität befindet sich am Ostende des Korridors für wissenschaftliche Innovation. Wir werden mit einigen führenden Unternehmen und Betrieben zusammenarbeiten, um die Entwicklung und Anwendung von fortgeschrittenen Technologien in der Provinz Zhejiang zu fördern."

Im September 2017 haben die Zhejiang Universität gemeinsam mit der Provinzregierung und der Alibaba-Gruppe das Zhejiang Laboratorium errichtet. Es handelt dabei um das größte derartige Laboratorium in der Provinz Zhejiang. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf knapp fünf Milliarden Yuan.

Zhu Shiqiang, Direktor des Laboratoriums, geht davon aus, dass es eines der führenden chinesischen Laboratorien für künstliche Intelligenz werden wird.

"Wir werden mit allen erdenklichen Mitteln versuchen, die besten in- und ausländische Experten in unser Laboratorium einzuladen. Das ist der Schlüssel zu unserem Erfolg in der Zukunft."

In den kommenden zwei Jahren sollen ungefähr 300.000 Talente aus verschiedenen Fachbereichen, 60 Prozent davon mit High-Tech Knowhow, im Korridor für wissenschaftliche Innovation arbeiten. Mindestens 1.000 High-Tech-Unternehmen werden in der Region aktiv sein.

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