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Taxifahrern drohen Geldstrafen für Beförderungs-weigerung

2018-05-25 11:30:37 CRI

In der südchinesischen Metropole Guangzhou werden demnächst vermutlich Überwachungskameras und Tonaufnahmegeräte in Taxis installiert. Dies geht aus einem Entwurf der Stadtverwaltung über den Taxi-Service hervor, mit dem der Sektor besser verwaltet werden soll.

Dem Entwurf zufolge, der auf der Webseite der Verkehrsbehörde für Meinungen aus der Bevölkerung freigegeben wurde, sollen in den Taxis nicht nur optische und akustische Überwachungsgeräte angebracht, sondern auch ein elektronisches Zahlungs- und Satellitenortungssystem installiert werden.

Die Verordnung sieht ferner eine Strafe für Taxifahrer vor, die ihre Fahrgäste häufig auswählen. Fahrer, die dreimal im Jahr die Beförderung von Fahrgästen verweigern, könnten mit Bußgeldern und dem Entzug ihrer Taxilizenz bestraft werden. Eine einmalige Verweigerung könnte demnach mit einer Geldstrafe von 500 bis 2.000 Yuan RMB (etwa 90 bis 350 Euro) geahndet werden. Auch die Taxifirmen müssen bei jeder Vorschriftsverletzung eines Taxifahrers mit einer Geldstrafe zwischen 500 und 1.000 Yuan RMB rechnen.

Der Bekanntmachung zufolge soll die neue Verordnung die Verwaltung der Branche verbessern und die Rechte der Fahrgäste schützen.

Bislang müssen Taxifahrer in den meisten chinesischen Städten, darunter Beijing und Shanghai, noch keine Überwachungskameras und Tonaufnahmegeräte in ihrem Taxi einbauen. Auch Fahrdienstvermittler haben keine derartigen Anforderungen. Dennoch holt der landesweit größte Fahrdienstvermittler, Didi Chuxing, derzeit Kundenmeinungen zu Überwachungsvorrichtungen in den Fahrzeugen ein, nachdem eine 21-jährige Flugbegleiterin in der Provinz Henan von einem Didi-Fahrer getötet wurde.

Das Ergebnis wurde noch nicht veröffentlicht, dennoch zeigen zahlreiche Medienberichte: Einige Fahrgäste sind besorgt, dass der von Überwachsungsgeräten aufgezeichnete Inhalt weitergegeben werden und damit ihre Privatsphäre und Sicherheit gefährdet werden könnte.

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