menu
seacher

Die Probleme der Ticketkauf-Apps zum „Chunyun"

2019-01-11 04:35:59 CRI

Zum chinesischen Neujahr findet die größte jährliche Völkerwanderung der Welt statt, der „Chunyun", also „Frühlings-Verkehr". Zu dieser Zeit reist ein Sechstel der Weltbevölkerung nach Hause, um mit der Familie das wichtigste Fest Chinas zu feiern. Bei diesen zahlreichen Reisen mit dem Auto, dem Flugzeug und dem Zug, ist es selbstverständlich, dass das chinesische Transportsystem strapaziert wird. Vor allem der Ticketkauf für die Züge ist zum „Chunyun" mit zahlreichen Problemen verbunden.

Das chinesische Frühlingsfest steht kurz bevor und damit auch die größte jährliche Völkerwanderung der Welt, der Chunyun. Viele Chinesen setzen bei ihrer Heimreise auf Züge, doch ist der Kauf von Zugfahrkarten zu dieser Zeit gar nicht so einfach.

„Mir ist jedes Jahr bewusst, wie schwierig es ist, eine Fahrkarte nach Hause zu kaufen. Aber ich bin jedes Jahr dazu bereit, alle Umstände auf mich zu nehmen."

Dies schrieb eine Nutzerin namens Xiaoxue auf dem Kurznachrichtendienst Weibo und spricht damit vielen Menschen zur Zeit des „Chunyun" aus der Seele. In den vergangenen Jahren haben die Behörden bereits zahlreiche Maßnahmen durchgeführt, um den Reisenden den Ticketkauf zu erleichtern: Es werden zu dieser Zeit mehr Züge eingesetzt und die Tickets sind einen Monat früher erhältlich als normale Fahrkarten. Dennoch beklagen sich immer noch viele Chinesen über die Schwierigkeiten des Fahrkartenkaufs.

Jetzt gibt es aber viele neue Apps, die behaupten, sie könnten den Ticketkauf deutlich vereinfachen und die Chance auf eine Fahrkarte erhöhen.

„Ich habe ein App heruntergeladen, aber sie ist sehr merkwürdig. Wenn ich Hilfe von anderen Personen erhalte, steigen meine Chancen. Wenn mir zum Beispiel fünf Menschen helfen, erhalte ich 20 Prozent Rabatt. Aber die Voraussetzung ist, dass diese Freunde oder Kollegen die App auch herunterladen. Ich will keine Belastung für andere sein."

Xiaowang will andere Menschen also nicht stören. Aber es gibt auch Internetnutzer, die bei den Apps in eine Falle getappt sind und ihre Erlebnisse im Internet geteilt haben.

„Es ist nicht kostenlos. Ich muss mehr Geld ausgeben, damit ich meine Fahrkarte vielleicht schneller als andere kaufen kann. Aber ich weiß nicht einmal, ob ich wirklich schneller bin. Die Extrasumme ist im Vergleich zum Fahrkartenpreis zwar nicht viel, aber niemand will betrogen werden."

Neben Extrasummen halten diese Apps auch andere potenzielle Gefahren bereit, denn sie verlangen persönliche Informationen, wie die Personalausweisnummer, die sich in China das ganze Leben lang nicht ändert, oder die Kontonummer.

NEWSLETTERS

Geben Sie hier ihre E-Mail Adresse ein, um unseren Newsletter zu abonnieren

Mehr zum Thema:

Nachrichten

Kommentare

Sind Sie Mitglied?Sind Sie schon eingeloggt?