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Neuer Charme lässt alte Seidenstadt Wujiang wieder glänzen

2019-05-15 11:24:04 CRI

Das zu der Stadt Suzhou gehörende Wujiang im Jangtse-Delta ist etwa so groß wie Hongkong und trägt seit langem einen guten Ruf als „Seidenstadt". Während der Ming- und Qing-Dynastie vor mehreren Jahrhunderten war die Gemeinde Shengze eine der „vier großen Seidenstädte". In den vergangenen 40 Jahren der Reform und Öffnung hat Wujiang die Seidenindustrie und -kultur gefördert. Zugleich hat Wujiang auch die Industrie für Glasfaserkabel aktiv entwickelt und die intelligente Produktion vorangetrieben. Dadurch erstrahlt der Ort nun in neuem Glanz. Seit vielen Jahren werden Songjin-Webprodukte aus Wujiang im Jangtse-Delta als Geschenk bei Auslands-Besuchen chinesischer Spitzenpolitiker mitgenommen. Auch bei den in China veranstalteten APEC- und G20-Gipfeln wurden die wertvollen Seidenprodukte an die Gäste verteilt.
Ihren Ursprung hat die Songjin-Webtechnik in der Song-Dynastie vor etwa 1.000 Jahren. Inzwischen ist Songjin auch im Ausland bekannt, da Unternehmen wie die Dingsheng Seidenfabrik in Wujiang sich für die Verbreitung dieser traditionellen Seidentechnik und -kultur einsetzt. Der Büroleiter der Dingsheng Seidenfabrik, Pan Azhi, erklärt:
„Seit 2012 sammeln und erforschen wir das Material der Songjin-Technik. Gleichzeitig unterrichten Meister-Handwerker mehrere Lehrlinge und geben das Kunsthandwerk und die Technik damit weiter."
Die Jiangsu Huajia GmbH hat ihren Hauptsitz in der Gemeinde Shengze, der ebenfalls in Wujiang liegt. In den 1970er Jahren war sie nur eine einfache Seidenfabrik. Über 40 Jahre später ist sie durch eine innovative Entwicklung zu einem Großunternehmen mit 4.000 Angestellten geworden, das 90 Prozent seiner Produkte nach Europa und in die USA exportiert. Wang Chunhua, die Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, sagt:
„In den vergangenen 40 Jahren der Reform und Öffnung war eine Transformation für Unternehmen sehr wichtig. Auch die Leitung des Staats hat für die Industrie und Unternehmen eine große Bedeutung gespielt. Unsere Firma konnte sich daher unter der Anleitung des Staats gut entwickeln."
Glasfaserkabel sind im Informationszeitalter bei der Infrastruktur nicht wegzudenken. Die in Wujiang produzierten Glasfaserkabel machen ein Drittel der gesamten Produktion Chinas aus. Das Ziehen der dünnen Glasfasern ist der Kernschritt der Produktion. Die Nutzung intelligenter Systeme kann die Präzision dieses Schritts deutlich erhöhen. Chen Xiangyu, Ingenieur der Jiangsu Hengtong Glasfaserkabel-Technik GmbH, erklärt:
„Unser Unternehmen plant, eine möglichst menschenleere Fabrik zu schaffen. Dazu haben wir entsprechende Anlagen und eine Kontrollplattform errichtet. Dadurch können sehr wenige Personen alle Anlagen kontrollieren."
Die Förderung der intelligenten Aufrüstung des Glasfaserkabel-Unternehmens wird von der lokalen Regierung stark unterstützt. Im Jahr 2015 wurde in Wujiang eine Konferenz zur Förderung einer intelligenten Industrie veranstaltet. Allein von 2015 bis 2017 wurden Subventionen im Wert von über 200 Millionen Yuan RMB durch das Projekt „Maschine statt Mensch" in Anspruch genommen. Dai Peiyuan, der stellvertretende Direktor des „Wujiang unterteilt intelligente Produktion in intelligentes Design, intelligente Herstellung, intelligente Anlagen (Produkte), Management von Unternehmensressourcen, Lieferkettenproduktion und elektronischer Handel. 400 Projekte wurden als Entwicklungsschwerpunkte für die Integration von traditioneller und aufstrebender Industrie sowie Informationstechnik ausgewählt."

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