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Die vielen Gesichter des Hot Pots

2019-06-19 10:02:08 CRI

Huoguo, Hot Pot, Feuertopf oder chinesisches Fondue – er ist unter vielen Namen bekannt. Nicht zum ersten Mal widmen wir ein Feature dem Hot Pot. Das kommt auch nicht von ungefähr, ist es doch gerade der Hot Pot, der in der chinesischen Küche als eines der Aushängeschilder des Landes heraussticht.
Das Konzept ist sehr simpel: eine gesellige Runde, eine kochende Brühe und rohe Stückchen Gemüse und Fleisch.
Neben dem Chuan´r, einer Form von Fleischspießen oder Schaschlick, die aus dem Nordwesten des Landes das Nachtleben der ganzen Nation erobert hat, ist der Hot Pot die Wahl für geselliges Beisammensein am Abend.
Manche glauben, er kam ursprünglich aus der mongolischen Küche auf die Tische Chinas. Aber der genaue Ursprung ist umstritten. Archäologische Funde gehen von einer über 2000jährigen Geschichte aus. Doch darum soll es heute gar nicht gehen, vielmehr um die verschiedenen Formen von Hot Pot, die im ganzen Land verteilt sind.
China ist flächenmäßig eines der größten Länder der Erde und doppelt so groß wie die gesamte Europäische Union und diese allein bietet ja schon eine große Vielfalt an sehr unterschiedlichen Speisen. Darum sollte es nicht verwundern, dass der Hot Pot selbst auch viele lokal unterschiedliche Ausprägungen hat.
Die berühmteste Variante ist auch die schärfste: der Sichuan Hot Pot. Die südwestliche Provinz Sichuan ist bekannt für ihre scharfen Gewürze. Sowohl die Variante von Chengdu als auch der Chongqing Hot Pot, aus der angrenzenden regierungsunmittelbaren Stadt selbigen Namens, leben von dem mundbetäubenden Sichuan-Pfeffer. In Sichuan wird die Hot Pot Kultur überall gelebt, sowohl im Sommer als auch im Winter.
Die Beijinger bzw. Nordchina Variante ist das krasse Gegenteil. Die Suppe wird nur minimal gewürzt z.B. mit Ingwer, Pilzen und Frühlingszwiebeln, dafür spielt das Fleisch eine größere Rolle. Gegessen wird Hammel oder Lamm. Der Topf besteht meist aus Kupfer und seine Form erinnert an einen Vulkan.
In den Bergen der südwestlichen Provinz Yunnan genießt man mehr Pilze. Die meisten Pilzarten Chinas stammen von dort. Chili wird ebenso gerne zur Suppe hinzugefügt, gerade in den Grenzregionen zu Sichuan. Durch die saisonal unterschiedliche Verfügbarkeit bestimmter Pilzsorten variiert auch der Geschmack mit den Jahreszeiten.
Die Provinz Guangdong ist die Heimat der kantonesischen Küche. Das Klima dort ist ganzjährig heiß und schwül. Aus diesem Grund verzichtet man gerne auf zu viel Chili. Schwerpunkt liegt auf Meeresfrüchten und Fisch. Die Suppe liegt auch nicht zu schwer im Magen. Sie ist eher klar und enthält Erdnussöl, Ingwer, Sojasauce und Frühlingszwiebeln.
Eine weitere Variante ist der Hainan Hot Pot von selbiger tropischer Inselprovinz. Dieser Feuertopf wird oft völlig präpariert angeboten und enthält Kokosnussmilch und Hühnchen.

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