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Als hätte jemand einen Schalter umgelegt: Normalisierung von Alltag und Produktion in Wuhan

2020-03-25 07:55:41 CRI

Wuhan, Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei und zugleich die am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Stadt landesweit, beginnt nun den Alltag und die Produktion wieder zu normalisieren. Die Epidemie ebbt in diesem vormaligen Krisengebiet immer mehr ab.

Am 22. März hat die Stadtverwaltung von Wuhan alle 27 Brücken-Kontrollstellen und rund 80 Grenzübergangs-Kontrollstationen in der Innenstadt aufgelöst. Verschiedene zuständige Behörden ergreifen nun entsprechende Maßnahmen, um das Alltagsleben der Wuhaner Stadtbewohner und die Produktion lokaler Unternehmen so bald wie möglich zu normalisieren.

Am 23. März sind 50 Busse pünktlich um 7:30 Uhr in den Wohnbezirk Fenghua Weian in der Wuhaner Wirtschaftserschließungszone angekommen. Mehr als 2000 Mitarbeiter des Automobilunternehmens Dongfeng-Honda fuhren mit den Sonderbussen zur Arbeit. Yang Houbiao vom Öffentlichen Personenverkehrsverbund für Busse in Wuhan sagte dazu: „Wir stellen den Angestellten vor Ort einen Pendelservice zur Verfügung. Außerdem können wir auf Wunsch des Arbeitgebers spezielle Fahrten arrangieren, um die Arbeitnehmer direkt vor der Haustür abzuholen.“.

Das Personal in den U-Bahn-Stationen ist mit Schutzbrillen und entsprechenden Anzügen ausgerüstet und desinfiziert sorgfältig die Anlagen. Der Boden, der Wagen, die Sitze und Handgriffe müssen umfassend desinfiziert werden. Außerdem wird sich um die Wartung und Reparatur der Züge und anderer Einrichtungen der U-Bahn-Stationen gekümmert.

Dank der verbesserten epidemischen Lage in Wuhan konnte sich das Alltagsleben in den Gemeinden auch allmählich normalisieren. Beispielsweise sind in der Wohngemeinschaft Huada Jiayuan in den letzten Tagen schon vier Geschäfte wieder eröffnet worden. Die Anlieger können in dem kleinen Supermarkt Obst, Gemüse und andere Waren des alltäglichen Bedarfs selbst aussuchen und kaufen. Frau Liu Zongping findet diese Entwicklung sehr gut: „Wenn man die Präventions- und Schutzmaßnahmen gut befolgt, finde ich das völlig in Ordnung. Man kann selbst wieder einkaufen, das ist viel einfacher und angenehmer.“

Überdies haben immer mehr Logistik-Unternehmen ihren Betrieb wiederaufgenommen. Mittlerweile gibt es neben China Post, Shunfeng und Jingdong auch noch neun weitere Paketzulieferer, die wieder normal arbeiten. Angaben des Unternehmens Zhongtong zufolge werden derzeit 1,1 Millionen Pakete pro Tag verteilt, was 50 Prozent des normalen Niveaus entspricht. Zhang Yawen, Pressesprecherin von China Post in Wuhan, sagte, die Kuriere in anderen Städten und Gemeinden werden mobilisiert, nach Wuhan zu kommen, um die Paketzulieferung in der Millionenstadt schneller zu normalisieren.

Die China Three Gorges Corporation (CTG), ein großes chinesisches Wasserkraftunternehmen, hat vor kurzem mit dem Bau des Jangtse-Schutzprojekts in Wuhan begonnen. Mit einer Gesamtinvestition von 7,59 Milliarden Yuan (ca. 1,1 Milliarden US-Dollar) wird das Projekt während des Baus rund 8000 Arbeitsplätze schaffen. Das Projekt wird laut CTG dabei helfen, die Wasserqualität in Wuhan grundlegend zu verbessern.

„Unvollständigen Statistiken zufolge können die drei Projekte, die wieder in Betrieb genommen wurden, mindestens 8000 Arbeitsplätze in der gesamten Industriekette schaffen“, sagt Yuan Jianwei, Generaldirektor der Hubei-Zweigstelle der Yangtze Ecology and Environment Company, einer Tochtergesellschaft der CTG.

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