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Mit Bienenzucht reich werden

2020-04-07 08:19:00 CRI

Das Leben von Zheng Quanfu erreichte einen Tiefpunkt, als der einzige Ernährer seiner Familie nach einem Autounfall im Jahr 2014 bettlägerig blieb.
“Ich konnte mir nicht einmal 100 Yuan (umgerechnet ungefähr 13 Euro) ausleihen, weil niemand an meine Rückzahlungsfähigkeit glaubte”, erinnert sich Zheng an diese schwierige Zeit.
Zheng musste einen Ausweg finden, um seine zwei minderjährigen Söhne und kranke Familienmitglieder zu ernähren. So setzte er alle seine Hoffnungen auf die Bienenzucht.
Zheng pflegte Bienen mit lokalen Methoden zu halten. Um April herum sammelte er Cymbidium von einem nahe gelegenen Berg, um die Bienen anzulocken. Nachdem er die summenden Kreaturen mit Melasse in die Bienenstöcke gelockt hatte, trug er die Bienen nach Hause, um sie zu züchten.
Obwohl der Berg mit dichten Wäldern und reichlich vorhandenen Nektarquellen gesegnet ist, konnte Zheng mit seinen unprofessionellen Methoden jedoch nicht genügend Bienen anziehen.
Mit der Entschlossenheit, von der Bienenzucht zu leben, schloss sich Zheng einer lokalen Genossenschaft an, die ihn bei der Bienenzucht und der Honigproduktion unterstützt hatte.
Die Genossenschaft schrieb ihn Ende 2015 sogar für eine 20-tägige Schulung am Institut für Bienenwissenschaft an der Fujian Universität für Land-und Forstwirtschaft ein.
Zheng kann sich noch lebhaft daran erinnern, wie ein Lehrer die Arbeitsteilung in einer Honigbienenkolonie mit Stofftieren erklärte.Ein Spielzeug mit einem Mobiltelefonstellte Bienen dar, die für das Versenden von Nachrichten zuständig waren, und das mit einem Korb stellte diejenigen dar, die Pollen von Pflanzen sammelten.
“Es ist wie ein wahr gewordener Traum, dass ich an Kursen teilnehmen und etwas an einer Universität lernen konnte”, sagt Zheng.
Bei der Schulunghat sich Zheng Kenntnisse zur Erhöhung der Überlebensrate von Bienen und zur Verbesserung der Honigqualität angeeignet.
Zheng besitzt zurzeit 500 Bienenstöcke. Seine Familie zog 2016 aus dem alten Lehmhaus in ein neues Backsteinhaus um.
2018 verdiente Zheng 200.000 Yuan vom Verkauf von zwei Tonnen Honig. Der Imker will nun den Bewohnernseines Dorfes auchzum Wohlstand verhelfen. Er arbeitet seit drei Jahren mit dem lokalen Amt für Armenhilfe zusammen und gibt armen Haushalten Rat bei der Bienenzucht.
Jeden Tag fährt er zwei Stunden mit seinem Motorrad, um Unterricht zu erteilen. Für ihn ist es zur Routine geworden, vormittags Vorlesungen zu halten und nachmittags mit seinen “Schülern” auf dem Feld zu arbeiten.
Er verdient 400 Yuan für jede Lektion. Er sei bereit, sein Wissen unter den Dorfbewohnern zu verbreiten, ob er bezahlt wird oder nicht, so Zheng.
Huang Qisheng, einer von Zhengs Schülern, lernt seit fast vier Jahren bei ihm Bienenzucht. Er besitzt heute mehr als 30 Bienenstöcke und hat sich dadurch aus der Armut befreit.
“Ich möchte weiter bei Zheng lernen. Die Bienenzucht ist für mich eine dauerhafte Karriere”, sagt Huang.
Inzwischen beantragt die lokale Verwaltung eine Zertifizierung für die heimischen Honigprodukte, um die lokale Industrie anzukurbeln.
Zheng erwartet in diesem Jahr 1.000 Bienenstöcke. Er hat eine Imkergenossenschaft gegründet und viele Dorfbewohner überredet, sich ihm anzuschließen.

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