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SOAS-Lehrer will Kalligraphie vereinfachen

2018-02-01 08:06:32 CRI

Kalligraphie ist selbst für Chinesen keine einfache Kunst. Zhao Yizhou versucht, aus dem uralten Schreibstil durch die Kombination von Tradition und Innovation eine internationale Sprache zu machen.

Zhao ist 59 Jahre alt und bereits seit seiner Kindheit in die Kalligraphie verliebt. Seit fast 20 Jahren lebt er in Großbritannien und ist seit 1998 Kalligraphielehrer an der School of Oriental and African Studies, die als eigenständiges College zur University of London gehört. Er unterrichtete auch Kalligraphie im British Museum.

Für „The Times" ist er der beste zeitgenössische chinesische Kalligraph in Großbritannien. In den vergangenen Jahren gab es sogar Einzelausstellungen seiner Kalligraphie in Großbritannien. Einige seiner Werke wurden von britischen Museen oder privaten Sammlern erstanden.

Mehr als 20 Werke von Zhao sind derzeit in Peking zu sehen. Die Ausstellung mit dem Titel „Chasing the Unseen" (Auf der Jagd nach dem Unsichtbaren) läuft noch bis zum 2. März.

Zhao will verändern, wie Kalligraphie wahrgenommen wird. Er will mit der chinesischen Schrift auch die chinesische Kultur transportieren.

Zhao glaubt, dass die Kalligraphie, die auf Chinesisch auch Shufa heißt, eine der wichtigsten traditionellen Kunstformen Chinas ist. Aber sie sei weltweit nicht so populär wie andere traditionelle chinesische Kunstformen.

„Für Ausländer, die kein Chinesisch lesen können, ist die Tür zur Shufa (Kalligraphie) verschlossen. Aber ich denke immer daran, wie wir die Shufa in eine internationale Kunstkategorie wie Malerei, Musik und Tanz verwandeln können." Er tritt dafür ein, dass von Shufa statt von Kalligraphie gesprochen wird, um Missverständnisse zu vermeiden, wie zum Beispiel die Annahme, dass es sich nur um Schönschrift handle.

Zhao glaubt, dass die Kalligraphie, wie andere Künste auch, den „Zeitgeist" widerspiegeln sollte. Seine eigene Erfahrung, seit Jahren in einer fremden Umgebung zu leben, nämlich in Großbritannien, erlaubt es ihm, sich dem Thema mit einer einzigartigen Perspektive zu nähern.

Zhao brachte seine Idee der „Körpersprache" ein, das heißt er wollte einfach die Bilder von den Schriftzeichen für sich sprechen lassen, ohne auf die Bedeutung zu gucken.

Seine Arbeiten sind oft mit übertriebenen Formen und Formationen versehen, um eine besondere Lebendigkeit zu erzeugen. Manchmal verwendet er auch verschiedene Farben und Hintergründe. Der Künstler setzt auch neue Methoden und Medien ein. Zum Beispiel schrieb er einige Arbeiten mit Kerzenwachs statt Tinte und manchmal mischte er Wein mit Tinte, um einzigartige Texturen und Effekte auf dem Papier zu erzielen.

Zhaos Kalligraphie basiert noch immer auf den traditionellen Prinzipien, werde aber von ihnen nicht eingeschränkt, sagt Yun Ping, stellvertretender Vorsitzender des Henan Provinzkomitees für Kalligraphen.

Viele seiner Einzelstücke zeugten von seiner Fähigkeit, westliche ästhetische Merkmale einzusetzen, so Yun: „Das erlaubt ihm, die Ausdrucksformen der chinesischen Kalligraphie zu erweitern, um es den Westlern zu ermöglichen, sich in chinesischer Kalligraphie zu versuchen."

Zhao ist nicht überrascht zu sehen, dass seine Werke von ausländischen Besuchern gut angenommen werden, denn die meisten ausländischen Zuschauer sprechen kein Chinesisch, also sind sie nicht an einzelne Zeichen gebunden, sondern betrachten das Werk als Ganzes.

„Wenn ich davon ausginge, dass meine Arbeit ein Wald wäre, würden sie zuerst den ganzen Wald und nicht jeden Baum sehen, damit sie die Schönheit meiner Shufa besser genießen können.".

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