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Beidou 3 um zwei neue Navigationssatelliten ergänzt

2018-02-13 08:59:30 CRI

Am Montag sind der 28. und 29. Navigationssatellit des Satellitennavigationssystems Beidou ins All geschickt worden. Sie sind von der Trägerrakete „CZ 3B" befördert worden. Ihr Startpunkt war das Satellitenstartzentrum Xichang.

Nach einem mehr als dreistündigen Flug haben die Satelliten ihre geplanten Umlaufbahnen erreicht. In Zukunft werden sie ebenso Tests und Experimente durchführen. Die beiden neuen Satelliten ergänzen die vier bisherigen Satelliten des Navigationssystems Beidou 3.

Die Atomuhr ist weltweit das präziseste Gerät zur Zeitmessung. Sie ist auch ein integraler Bestandteil bei der Ortung und Geschwindigkeitsmessung der Navigationssatelliten. Gegenüber der älteren Rubidium-Atomuhr, die in den ersten zwei Phasen des Beidou-Projektes genutzt worden ist, setzt die dritte Phase auf eine neue und präzisere Rubidium-Atomuhr. Mit geringerem Volumen und kleinerem Gewicht verfügt die neue Atomuhr über ausgeklügelte technische Finessen.

Dazu nun Li Chunjing vom China Aerospace Science & Industry Corp (CASIC):

„Wichtige Funktionen der neuen Rubidium-Atomuhr wurden deutlich optimiert. Entsprechend besser erfüllen die Satelliten ihre Navigations- und Ortungsfunktion. Das Gewicht und das Volumen der neuen Atomuhr haben um mehr als 30 Prozent abgenommen. Dies spricht auch für ein neues Niveau der inländischen Produktion. Die Atomuhr ist damit so effizient, wie die aktuelle Satellitenuhr des amerikanischen GPS-Systems."

Seit dem 12. Januar 2018 wurden auf zwei Flügen der Trägerrakete „CZ 3B" insgesamt vier Beidou-Satelliten ins All gebracht. Auf der Trägerrakete „CZ 3B" befindet sich das Weltraumvehikel „Yuanzheng 1". Es spielt eine wichtige Rolle bei der Positionierung der Satelliten in ihrer korrekten Umlaufbahn.

Yang Chao von der China Aerospace Science and Technology Corporation( CASC) erklärt:

„Zum Eintritt in die Transitumlaufbahn musste der Satellit bisher über einen verhältnismäßig großen Motor mit ausreichend Brennstoff verfügen. Mit dem Weltraumvehikel wird nun diese Last vom Satelliten genommen. Der Wechsel zwischen den Umlaufbahnen soll reduziert werden. Darum verzichten wir auf den zusätzlichen Motor für den Orbit-Wechsel und bringen die Satelliten direkt in ihre Umlaufbahnen. Aus diesem Grund wurde die ‚Yuanzheng 1' entwickelt."

Plangemäß wird China 2018 weitere Beidou-Satelliten zur Vernetzung ins All schicken. Im Verlauf dieses Jahres wird Beidou 3 um 18 Satelliten ergänzt werden. Ihre Funktion wird den an der Seidenstraßen-Initiative partizipierenden Ländern zur Verfügung gestellt werden. Bis 2020 sollen mehr als 30 Satelliten das Projekt ergänzen, um weltweit die Dienste von Beidou anzubieten.

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