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China liefert Komponente für „künstliche Sonne"

2018-06-11 10:04:47 CRI

China hat für ein internationales Kernenergieprojekt, die so genannte künstliche Sonne, Kernkomponenten geliefert. Experten bezeichnen diese jüngste Entwicklung als einen Schritt hin zur friedlichen Nutzung der Kernenergie bzw. zur nachhaltigen Entwicklung der Menschheit.

Bei den Komponenten handele es sich um unterstützende Bauteile für die Magnetspulen des Internationalen Thermonuklearen Experimentalen Reaktors (ITER), teilte China National Nuclear Corporation (CNNC) am Samstag in Zunyi in der südwestchinesischen Provinz Guizhou mit.

Die von chinesischen Wissenschaftlern entwickelten Bauteile gelten Experten zufolge als fundamental für das ITER-Projekt, da sie unter extremen Betriebsbedingungen die 10.000 Tonnen schwere Magnetspule eines Kernfusionsreaktors unterstützen könnten, berichtete Luo Delong, Direktor des China International Nuclear Fusion Energy Program.

„Die Lieferung markiert Chinas Beitrag zur friedlichen Nutzung der Kernenergie und zur nachhaltigen Entwicklung der Menschheit", sagte Liu Yong, Direktor des Südwestlichen Physikinstituts bei der CNNC. Er fuhr fort, dass die Forschung überdies Chinas eigenem Kernfusionsprogramm technologisches Knowhow und Personalreserven eingeräumt habe.

Insgesamt 35 Länder sind an dem ITER-Projekt beteiligt, darunter China, Russland und die USA. Dabei geht es im thermonuklearen Reaktor um eine Nachahmung dessen, was auf der Sonne passiert. Dort verschmelzen Wasserstoffatome unter gigantischer Hitze zu Helium. Und dabei wird viel Energie frei. So ziele die Entwicklung künftiger Fusionskraftwerke darauf ab, eine nachhaltige Energiequelle zu gewinnen, hieß es auf der offiziellen Webseite des ITER.

„Die Wasserstoffbombe basiert ausgerechnet auf der Theorie der thermonuklearen Fusion. Dennoch ist die große Menge Energie, die durch die Explosion der H-Bombe freigesetzt wird, unkontrollierbar. Deshalb konnten bisherige Atomkraftwerke leider ausschließlich nach der Theorie der Kernspaltung funktionieren", sagte Zhou Dadi, Vizedirektor der chinesischen Studiengesellschaft für Energieforschung. Bislang sei es der Menschheit noch nicht gelungen, aus der thermonuklearen Fusion Energie zu gewinnen. Während die in heutigen Atomkraftwerken praktizierte Kernspaltung Umweltverschmutzung verursache, setze der Fusionsreaktor jedoch keinerlei schädliche Strahlungen frei, so Zhou weiter.

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