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Besserer Wohnungsmarkt soll Fachkräfte anlocken

2018-01-29 10:14:04 German.people.cn

Die horrenden Wohnungspreise in Shanghai schrecken viele junge Fachkräfte ab. Die Stadtregierung will nun den Markt für Mietwohnungen weiter ausbauen und so junge Talente anlocken.

Shanghai will in diesem Jahr den Markt für Mietwohnungen weiter ausbauen und Bauprojekte vorantreiben sowie professionelle Wohnungsverwaltungen und andere entsprechende Institutionen unterstützen. Dies erklärte der Bürgermeister Ying Yong vor dem Städtischen Volkskongress.

Durch die Maßnahmen soll die Spekulationsblase eingedämmt werden und die Stadt attraktiver für junge Fachkräfte gemacht werden. Diese seien die „primäre Ressource“ für die Stadt, um eine internationale Metropole zu werden, so Ying.

Laut Ying will die Stadt in diesem Jahr 200.000 Wohnungen in Mietwohnungen umwandeln und 90.000 weitere Wohnungen bauen, die von professionellen Wohnungsverwaltungen gemanagt werden sollen.

Die erste professionelle Verwaltung dieser Art, „Wonder“, die zur staatseigenen Shanghai Land Group gehört, wurde am Samstag gegründet. Die Verwaltung will bis 2020 20.000 Wohnungen auf einer Fläche von einer Million Quadratmetern bauen. Das erste Bauprojekt für Mietwohnungen im Bezirk Minhang hat diesen Monat begonnen.

Laut letztem Fünfjahresplan 2016–2020 sollen 700.000 Mietwohnungen geschaffen werden, wesentlich mehr als die 450.000 neuen kommerziellen Immobilien.

Shanghai will sich in eine internationale Metropole der Innovation, Wissenschaft und Technologie verwandeln. Das Vorhaben wurde im Masterplan für das Jahr 2035 ausformuliert, aber die horrenden Immobilienpreise schrecken junge Talente ab.

Laut Yin Oujie, Delegierte für den Bezirk Jing’an und Vizepräsidentin der Shanghai Oriental Investment Supervision Co, ist das Anwerben von jungen Fachkräften in den letzten Jahren schwerer geworden.

„Es wird schwerer für uns, frische Absolventen von den entscheidenden Universitäten anzuwerben, wenn sie aus anderen Provinzen kommen, weil sie oft keine Möglichkeit haben, in Shanghai Immobilien zu kaufen“, erklärte Yin.

In seiner Ansprache vor dem Städtischen Volkskongress erklärte der Bürgermeister: „Talente sind unsere primäre Ressource, die eine entscheidende Rolle spielt für internationale Zusammenarbeit und den Wettbewerb zwischen Städten.“

Der Bürgermeister versprach gegen die Spekulationsblase anzugehen und den Aufbau eines Wohnungsmarkts voranzutreiben, der breiter gefächert ist, Wohnungssuchende unterstützt und sowohl zum Hauskauf als auch zum Mieten von Wohnungen ermutigt.

„In Wohnungen soll gewohnt werden, damit soll nicht spekuliert werden“, so Ying. Er bezog sich dabei auf Bemerkungen Xi Jinpings zum Immobilienmarkt in China.

Tang Xiaoling, Geschäftsführerin der Shanghai Land Group und Delegierte für den Bezirk Fengxian, meint dazu: „Die Mietwohnungen sollen jungen Fachkräften die Wohnungssuche erleichtern. Sie sollen an Gewerbegebiete und Geschäftsbezirke angebunden werden. Auch der öffentliche Personennahverkehr wird nicht weit sein.“

Laut Tang wird es anders als bei subventionierten Sozialwohnungen keine Einschränkungen beim Einkommen geben, aber Leute, die an Universitäten oder in Hightech-Gewerbegebieten arbeiten, werden bevorzugt.

„Wir werden wahrscheinlich gemeinsam mit Universitäten und Hightech-Gewerbegebieten eine Plattform schaffen und einen Teil der Mietwohnungen reservieren“, so Tang. Die Planung befinde sich aber noch in der Anfangsphase.

Neben neu gebauten Mietwohnungen sollen auch existierende Wohnungen von kleineren Hausbesitzern und leerstehende Flächen von staatlichen Institutionen oder staatseigenen Betrieben auf dem Mietmarkt angeboten werden.

„Einige leerstehende Fabriken oder kleine alte Hotels werden renoviert und in Mietwohnungen umgewandelt, die dann zentral verwaltet werden“, so Ruo Guoming, Direktor der Wohnungsbehörde im Bezirk Xuhui, auch der Delegierte des Bezirks beim Städtischen Volkskongress. „So können ungenutzte Ressourcen endlich genutzt und Sicherheitsrisiken verringert werden.“

Der Mietpreis werde größtenteils abhängig vom Markt sein, aber die Mietpolitik werde sich nach den Arbeitnehmern in Unternehmen mit großem Bedarf nach jungen Fachkräften richten.

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