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Alashankou und Khorgos: Pässe zwischen Europa und Asien kurbeln Außenwirtschaft an

2018-07-06 10:28:38 CRI

Der Alashankou-Pass liegt im Norden des Mongolischen Autonomen Bezirks Bortala im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang. Der 1992 in Betrieb genommene Pass ist der flachste Pass in Nordwestchina für den Eisenbahnverkehr. Seit der Etablierung der zollfreien Zone Alashankou 2011 hat sich Chinas Außenhandel mit den Staaten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) rasant entwickelt. Meng Ke Qiu Lu von der Verwaltung der zollfreien Zone Alashankou erläutert:

"Am 30. Mai 2011 wurde die Gründung der zollfreien Zone Alashankou vom Staatsrat genehmigt. Bislang haben sich 477 Betriebe in der Zone angesiedelt, die meisten davon sind Außenhandelsunternehmen. Am besten entwickelt hat sich bei uns die Verarbeitung von Agrarprodukten und landwirtschaftlichen Nebenprodukten. Im benachbarten Kasachstan gibt es ein reiches Rohstoffvorkommen, zum Beispiel Weizen. Außerdem gibt es Holz aus Russland und Baumwolle aus fünf zentralasiatischen Ländern."

Nach dem Inkrafttreten der Seidenstraßen-Initiative im Jahr 2013 wurden mehrere Güterzuglinien eröffnet, die das chinesische Binnenland, das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang und Europa miteinander verknüpfen. Alashankou ist eine Station, die von allen Güterzügen passiert wird. Damit gilt die Grenzstadt als ein wichtiger Landwegs-Verkehrsknotenpunkt auf dem Wirtschaftsgürtel entlang der Seidenstraße und auf der neuen Eurasischen Kontinentalbrücke.

Die geographische Lage und die günstigen Verkehrsbedingungen ziehen Investoren wie ein Magnet an. Die Mehlverarbeitungsfabrik Aijü aus Xi'an ist ein Beispiel dafür. Firmenvertreter Hu Xuming erläutert:

"Wir haben zwei Fabriken in Xi'an, eine in Kasachstan und noch eine hier in Alashankou. Wir haben vor, die verschiedenen Fabriken miteinander zu verbinden. Wir haben wegen der günstigen Bahnverbindungen, der Vorzugspolitik und der guten Dienstleistungen Alashankou als Investitionsstandort gewählt."

Ein weiterer Grenzpass zwischen China und Kasachstan ist Khorgos, der 300 Kilometer südwestlich von Alashankou liegt. Er ist der größte Landstraßen-Pass in Nordwestchina und wird für Güter- und Passagierverkehr genutzt. Khorgos ist ebenfalls ein wichtiger Knotenpunkt für den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen China und den SCO-Staaten.

Das Khorgos Grenzzentrum für die Zusammenarbeit zwischen China und Kasachstan mit einer Gesamtfläche von 5,3 Quadratkilometern ist ein wichtiges Kooperationsprojekt beider Länder. Das Zentrum bietet Räume für Handelsgespräche, Warenpräsentation und -verkauf sowie Güterlagerung und -transport. Damit ist eine neue Art des grenzüberschreitenden Handels etabliert worden. Li Helong vom Verwaltungskomitee des Zentrums erklärt:

"Das Khorgos Grenzzentrum für die Zusammenarbeit zwischen China und Kasachstan ist Chinas erste grenzüberschreitende Handelszone. Seit der Gründung des Zentrums sind eine Reihe von Erfolgen erzielt worden: Wir konnten deutliche Erfolge bei der Anwerbung von Investoren verzeichnen. Angesiedelt sind bislang 31 Projekte mit einer Gesamtinvestition von über 30 Milliarden Yuan RMB. Davon sind zehn Projekte fertiggestellt und in Betrieb genommen worden. Dadurch konnten mehr als 5.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem wurde die Abwicklung von bürokratischen Formalitäten optimiert und die Arbeitseffizienz deutlich erhöht."

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