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Chinas aufblühender Kaffeemarkt und die Herausforderungen an die Baristi

2018-10-04 09:48:40 CRI

Frau Liu ist eine Barista in einem Café in Beijing. Sie beginnt mit ihrer Arbeit sehr früh am Morgen. Um die Qualität des Kaffees zu garantieren, prüft sie die Qualität der Kaffeebohne jeden Tag vor der Öffnung des Café. Es ist ihr achtes Jahr als Barista. In den vielen Jahren hat sich ihr Verständnis für ihren Beruf verändert.

„Als ich meine Arbeit hier anfing, habe ich mich nicht wie eine Barista gefühlt. Wir bereiteten Kaffee nur mit einer halbautomatischen italienischen Kaffeemaschine zu. Unsere Arbeit war eher von der Maschine abhängig. Nach einigen Jahren erkannten wir erst die professionellen Aspekte wie zum Beispiel die Arten der Kaffeebohne, das Rösten der Kaffeebohne und die Zubereitungsarten. Umso mehr wir über die Zubereitung des Kaffees kennenlernen, desto besser können wir die verschiedenen Zubereitungsprozesse und die Unterschiede von Kaffee zu Kaffee verändern. Erst wer die Kaffeebohnen zu unterscheiden weiß, kann sich wirklich Barista nennen."

Erst seit der Reform- und Öffnungspolitik 1978 wurde Kaffee ein Teil des Alltagslebens der Chinesen. Jedoch war der Geschmack des Kaffees für die meisten Leute ungewohnt. Erst mit Beginn des 21. Jahrhunderts haben Zubereitungsarten wie „Latte" und „Cappuccino" Einzug in das Leben der Menschen gehalten. Grund dafür war das Aufkommen von Kaffeehaus-Ketten wie Starbucks und Costa. Danach ist die Zahl der Cafés in China rasant gestiegen. Statistiken zufolge gab es in China 2012 nur 30.000 Café. Bis Ende 2018 soll die Zahl auf 140.000 steigen.

Mit immer mehr Kenntnissen von Kaffee werden die chinesischen Kaffeetrinker immer anspruchsvoller. Sie begnügen sich nicht mehr mit dem Kaffee der großen Kaffeeketten. Dieser Trend stellt größere Anforderungen an die Baristi. Hinsichtlich des Entwicklungsstatus der Kaffeeindustrie in China gibt es noch kein einheitliches Normen- und Bewertungssystem für professionelle Baristi. Jedoch gab es erste Bemühungen in diese Richtung, wie die erste Barista Championship Chinas. Der Wettbewerb wurde veranstaltet, um einheitliche Normen für qualifizierte Baristi zu entwickeln. Du Hongguo war zuständig für die Veranstaltung des Championships. Du sagte:

„Es ging dabei um die erste Barista Championship in China. Die Bewertungsnormen und Wettbewerbsformen wurden von inländischen und ausländischen Experten festgelegt. Die Teilnehmer waren vornehmlich im Cafégeschäft tätig. Während des Wettbewerbs wurde viel Wert auf die Fachkompetenz der Baristi gelegt, sowohl die theoretischen Kenntnisse als auch die praktische Zubereitungstechnik."

Frau Ling aus Shanghai hat einst ein Café betrieben und ist nun eine KOL (Key Opinion Leader im Internet). Ihrer Meinung nach sei der Aufbau des Marktes für Bohnenkaffee auch sehr wichtig.

„Kaffee gehört nicht zum täglichen Bedarf der Chinesen. Wie können wir ihn zum Teil der Bedarfsgegenstände machen? Es muss gelingen, die Mehrheit vom Pulverkaffee wegzubekommen und sie dazu zu bringen, sich einen echten Kaffee zuhause zu kochen. Dann ist der Markt für qualitativen Kaffee endlich aufgebaut."

In Hinsicht auf die Struktur des chinesischen Kaffeekonsums beträgt der Konsum des Pulverkaffees mehr als 80 Prozent. Der frisch gemahlene Kaffee beträgt nur 16 Prozent. Trotzdem sieht es auf dem Markt ganz anders als auf dem globalen Kaffeemarkt aus, behaupten manche Experte. So heißt es, dass die junge Generation in China, die in den 1980er und 1990er Jahren geboren worden ist, sich schon an den Geschmack des Kaffees gewöhnt hat. Diese Generation sei der Hauptverbraucher von Kaffee. Sie würden in Zukunft dem Kaffeemarkt strukturelle Änderung bringen.

Übersetzt von Gao Mengyu

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