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Unzivilisierte Everest-Touristen kommen auf Schwarze Liste

2016-05-13 15:37:13 German.people.cn



Ein Schild des Basislagers am Mount Everest ist fast völlig von Schmierereien chinesischer Touristen bedeckt.


China wird Ende Mai eine Schwarze Liste von Touristen veröffentlichen, die Kritzeleien und Schriftzeichen am Mount Everest hinterlassen haben. Dies konnte The Daily Telegraph am Mittwoch berichten.

Die Lokalverwaltung am Mount Everest führt dieses Jahr ein System zur Abstrafung unzivilisierter Touristen ein. Die Namen von denjenigen, die Graffiti auf nicht dafür ausgezeichneten öffentlichen Flächen hinterlassen, werden auf eine Schwarze Liste gesetzt, welche noch diesen Monat veröffentlicht wird. Zugleich werden aber auch spezielle Flächen für Graffiti am welthöchsten Gipfel zur Verfügung gestellt.

Im Mai herrscht für gewöhnlich Hochsaison am Mount Everest. Neuerdings sind Touristen aufgefordert, sich mit ihren persönlichen Informationen zu registrieren, bevor sie den Berg besteigen. Diese Maßnahme soll es erleichtern, diejenigen zu identifizieren, die gegen Regelungen verstoßen.

Laut der Nachrichtenagentur Xinhua zeigen Fotos, die von lokalen Touristenbüros aufgenommen wurden, dass Graffitis wie „Ich war hier!“ und Zeichnungen die Informationsschilder und religiöse Steine am Everest-Basislager verunstalten. Obwohl die Kritzeleien regelmäßig entfernt werden, werden sie stets bald durch neue Graffitis ersetzt.

Die meisten Graffitis finden sich auf einer Höhe von 5.200 Metern in einem Basislager auf der chinesischen Seite, wo sich Bergsteiger und Touristen auf den Aufstieg vorbereiten können. Das Basislager, welches sich im Kreis Tingri des Autonomen Gebiets Tibet befindet, empfing 2014 rund 59.000 Besucher.

Aufgrund der starken Erdbeben in Nepal im April und Mai 2015 war die Zahl der Touristen im vergangenen Jahr auf unter 40.000 gesunken. Aber in diesem Jahr wird wieder mit einem größeren Zustrom von Bergsteigern zum Everest gerechnet.

Bereits 2014 wurde auf der Chinesischen Mauer ein spezieller Graffiti-Bereich für Touristen eröffnet. 2013 hatte ein chinesischer Jungendlicher „Ich war hier!“ auf einer historischen Sehenswürdigkeit in Ägypten hinterlassen, was unter vielen seiner Landsmänner für Empörung sorgte. Seine Eltern wurden schließlich dazu gedrängt, sich öffentlich für ihn zu entschuldigen.

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