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EU-China-Kooperation „war noch nie so bedeutend“

2017-04-20 05:18:54 Xinhua

Die Kooperation zwischen der Europäischen Union (EU) und China war in einem Augenblick, in dem die multilaterale globale Ordnungspolitik im Zweifel steht, noch nie so wichtig, sagte die Hohe Vertreterin der Europäischen Union (EU) für Außen- und Sicherheitspolitik und Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission Federica Mogherini gegenüber Xinhua in einem exklusiven schriftlichen Interview vor ihrem Besuch in China.

China wird Mogherinis erste Station ihrer siebentägigen diplomatischen Reise sein, die ab dem 18. April beginnt und von Indien und Russland gefolgt wird.

In China wird Mogherini am 19. April gemeinsam mit dem chinesischen Staatsrat Yang Jiechi den 7. Strategischen Dialog zwischen der EU und China vorsitzen, um den Grundstein für das 19. EU-China-Gipfeltreffen in Brüssel zu legen, welches für Juni geplant ist.

„Die Europäische Union und China teilen die Auffassung einer globalen Ordnung auf der Grundlage von Multilateralismus und des UN-Systems: Unsere Zusammenarbeit war noch nie so wichtig, in einem Moment, in dem die multilaterale globale Ordnungspolitik von vielen Seiten in Frage gestellt wird“, sagte Mogherini.

Sie hob hervor, dass ein größeres Engagement aus China in Weltangelegenheiten „so viele Chancen auf so viele Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse“ eröffnen könnte, während sie darauf hinwies, dass ein chinesischer Sondergesandter an der internationalen Konferenz zur Unterstützung der Zukunft Syriens und der Region Anfang des Monats teilnahm, und sie die entscheidende Rolle Chinas im Friedensprozess in Afghanistan lobte.

„Ich weiß, dass es Menschen in der Welt gibt, die Bedenken über ein selbstbewussteres und nach außen gerichtetes China haben. Ich teile diese Ansicht nicht“, sagte sie und fügte hinzu: „China kann auf so vielen Feldern eine sehr positive Rolle spielen, von Afghanistan bis nach Syrien, und wir Europäer sind bereit, unsere Zusammenarbeit in all diesen Bereichen zu intensivieren.“

Auch im Bereich der Verteidigung sah Mogherini eine vertiefte Kooperation zwischen der EU und China. „Ein Beispiel, welches mir in den Sinn kommt, ist, dass unsere jeweiligen Militärkommandanten in Mali und Somalia Möglichkeiten für Kooperation bei der Unterstützung des Kapazitätsaufbaus ermittelt haben.“

Sie äußerte auch die Hoffnung, dass die EU und China Fortschritte in Bezug auf die Koreanische Halbinsel erreichen können.

Mit dem 19. EU-China-Gipfel am Horizont sagte der EU-Außenpolitik-Chefin, dass es eine weitere Gelegenheit sein werde, um nicht nur die bilaterale Zusammenarbeit zu vertiefen, sondern auch um gemeinsam auf eine noch kooperativere globale Ordnung hinzuarbeiten.

„Wir hoffen, dass der Gipfel Fortschritte bei der Investitionsvereinbarung registrieren, eine ehrgeizige Stellungnahme über den Klimawandel und saubere Energie verabschieden und gemeinsame Konnektivitätsprojekte vereinbaren wird“, sagte sie.

„Wenn wir gemeinsam handeln, können wir eine unaufhaltsame Kraft für einen freien und fairen Handel, den Multilateralismus und die nachhaltige Entwicklung sein“, fügte sie hinzu.'

Sie war auch beeindruckt über das Konzept „einer Gemeinschaft des gemeinsamen Schicksals für die Menschheit“, welches durch die chinesischen Führungen hervorgebracht wurde, und sagte, sie würde sehr viel mit dem teilen, was sie für den Kern der Vision hielt: die Suche nach gegenseitig vorteilhaften Lösungen unter gleichen Partnern.

„Dies bedeutet die Förderung von Multilateralismus und der Bedeutung der Vereinten Nationen, das Einsetzen für einen freien und fairen Handel und die Föderung einer nachhaltigeren Entwicklung mit mehr Gleichheit in unseren Ländern und unter den Ländern“, sagte sie.

„Wir haben auch ein Interesse, oder ich würde es eher als eine Pflicht und eine Verantwortung bezeichnen, um zusammenzuarbeiten, um den Klimawandel zu bekämpfen und das Pariser Abkommen umzusetzen“, fügte sie hinzu.

Während sie zugab, dass es Unterschiede zwischen den beiden Seiten gibt, unterstrich Mogherini, dass es in den Interessen beider Seiten stehe, die Unterschiede zu überwinden und „Isolation nicht die Antwort auf jegliche Probleme unserer Zeit ist“.

„China ist ein Land mit der Größe eines Kontinents: Es macht nur Sinn, dass Sie nach Gesprächspartnern Ihrer Größe schauen“, sagte Mogherini.

„Es ist entscheidend, dass sich Europa und China weiterhin für ein faires und offenes internationales System einsetzen“, sagte sie. „Wir müssen mit echten Handlungen zeigen, dass wir auf der Seite von Kooperation, des Engagements und der starken und gerechten globalen Regeln stehen.“

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