menu
seacher

Steuersenkungen für Unternehmen

2017-04-21 09:44:23 German.people.cn

China wird Maßnahmen zur Förderung der wirtschaftlichen Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit ergreifen. Diese wurden am Mittwoch auf einer Staatsratssitzung unter Leitung von Ministerpräsident Li Keqiang beschlossen.

Einige erprobte Steueranreize sollen auf weitere Gebiete ausgeweitet und die Mehrwertsteuerreform weiter konsolidiert werden. Dies ist Li zufolge die erste Reihe von steuerlichen Anreizen, die nach den diesjährigen Tagungen des Nationalen Volkskongresses und der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes herausgegeben wurden. Sie müssen daher zeitnah und effektiv umgesetzt werden, so Li.

Die Steuerlast für Unternehmen soll weiter um rund 350 Milliarden Yuan (51 Milliarden US-Dollar) erleichtert werden. Dieses Ziel wurde auch im März im diesjährigen Tätigkeitsbericht der Regierung dargelegt. Die Regierung wird die Steuerstruktur weiter optimieren und ein flacheres und transparenteres Besteuerungssystem schaffen.

Li betonte am 15. März gegenüber Medien, dass die Regierung sich bemühen werde, in diesem Jahr Steuern und Abgaben um insgesamt rund eine Billion Yuan (rund 135,5 Milliarden Euro) zu senken.

Auf der Sitzung am Mittwoch wurde beschlossen, eine Reihe von neuen Steuersenkungsmaßnahmen durchzuführen. Zum einen soll die landesweite Mehrwertsteuerreform mit einer flacheren Struktur fortgesetzt werden. Ab dem 1. Juli werden die vier Mehrwertsteuer-Klassen auf drei reduziert, mit Steuersätzen von jeweils 17 Prozent, 11 Prozent und 6 Prozent für verschiedene Produkte.

Zweitens gelten von Januar 2017 bis Dezember 2019 mehr steuerliche Anreize für kleine Unternehmen mit begrenzter Gewinnspanne. Geschäfte mit Gewinnen unter 500.000 Yuan (rund 67.750 Euro), anstatt der bisherigen 300.000 Yuan (rund 40.650 Euro), können steuerliche Bevorzugung in Anspruch nehmen.

Drittens wird von 2017 bis 2019 der Anteil des Vorsteuerabzugs für innovationsbasierte Technik-Firmen von den derzeitigen 50 Prozent für Kosten der Forschung und Entwicklung auf bis zu 75 Prozent weiter ausgebaut.

Viertens wurden seit dem 1. Januar 2017 bisherige steuerliche Anreize erweitert, um Risikokapitalgesellschaften zu motivieren, vermehrt in junge Hightech-Unternehmen in acht Regionen zu investieren, unter anderem in Beijing, Tianjin und Shanghai sowie solche im Industriepark Suzhou.

Fünftens sollen landesweit weitere Steuersenkungen für kommerzielle Krankenversicherungen in Kraft treten, wobei eine Obergrenze von 2.400 Yuan (325 Euro) pro Person abgezogen werden soll.

Auf der Staatsratssitzung wurde darüber hinaus auch beschlossen, ein Paket von Steuersenkungsmaßnahmen, welches 2016 ausgelaufen ist, für drei Jahre zu verlängern.

Chinas Bemühungen bei der Lockerung der finanziellen Last für Unternehmen zahlen sich aus. Daten des Staatlichen Statistikamtes vom Montag zufolge ist Chinas Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 6,9 Prozent gestiegen. Die Investitionstätigkeit nimmt zu und der Einzelhandelsumsatz erholt sich.

„Wir müssen die nicht-steuerlichen Abgaben zusammen mit den Steuern senken, um die Belastung für Unternehmen zu reduzieren und um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Regierung ist verantwortlich für die Schaffung eines guten Geschäftsumfelds, um diese Ziele zu erreichen“, so Li.

NEWSLETTERS

Geben Sie hier ihre E-Mail Adresse ein, um unseren Newsletter zu abonnieren

Kommentare

Sind Sie Mitglied?Sind Sie schon eingeloggt?