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China gelobt friedliche Entwicklung der Antarktis

2017-05-24 12:09:53 xinhua

Die chinesische Regierung bekräftige ihre Verpflichtung zur friedlichen Entwicklung und Erforschung der Antarktis, während das 40. Antarktis-Vertragsstaatenkonferenz (ATCM) am Dienstag in Beijing eröffnet wurde.

China ist erstmals der Gastgeber dieses Treffens, einem jährlichen Mechanismus zur Entscheidungsfindung, der im Rahmen des Antarktisvertrages aufgebaut wurde.

Die friedliche, stabile, grüne und nachhaltige Entwicklung der Antarktis stehe im Einklang mit den gemeinsamen Interessen der Menschheit und einer starken Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen, sagte der Vize-Ministerpräsident Zhang Gaoli, als er bei der Eröffnungszeremonie eine Rede hielt.

China trat 1983 dem Antarktisvertrag bei und wurde zwei Jahre später ein beratendes Mitglied.

In den letzten drei Jahrzehnten hat China fast 6.000 Fachleute in die Antarktis geschickt, seit die Nation ihr erstes Antarktis-Expeditionsteam im November 1984 entsendete.

Chinesische Führungen betonten bei verschiedenen Gelegenheiten die Notwendigkeit des besseren Schutzes und der Erforschung der Antarktis aufgrund von dessen speziellem Standort und der Umgebung.

China veröffentlichte am Montag den ersten vollständigen Bericht über dessen Studien und dessen Nutzung der Region in den letzten 30 Jahren, der den Titel „Chinas Antarktis-Aktivitäten“ trägt, um dessen Fortschritt in der Antarktis zu bewerten.

Laut dem Bericht von Chinas State Oceanic Administration hat das Land bisher vier Forschungsbasen eingerichtet – die Station „Große Mauer“, die Zhongshan-Station, die Kunlun-Station und die Taishan-Station – und das Polare Forschungsinstitut von China in Shanghai aufgebaut, neben dem Segeln des Eisbrechers „Xuelong“ (Schneedrache).

Die Zahl der Dokumente über Studien in der Antarktis, die von chinesischen Wissenschaftlern veröffentlicht und in den Science Citation Index (SCI) aufgenommen wurden, ist von 19 im Jahr 1999 auf 157 im Jahr 2016 gestiegen, was dazu geführt hat, dass China in den 10 Topländern rangiert.

China habe eine relativ kurze Studiengeschichte in der Antarktis, aber die Fortschritte, die es erzielt habe, vor allem in den vergangen Jahren, seien enorm gewesen, sagte Qin Weijia, Leiter der chinesischen Arctic and Antarctic Administration. China hat auch seinen finanziellen Beitrag zur Erforschung der Antarktis erhöht. In den letzten 15 Jahren von 2001 bis 2016 investierte China 310 Mio. Yuan (ca. 45 Mio. US-Dollar) in diesbezügliche Projekte – insgesamt 18 Mal in den Jahren 1985 bis 2000.

Die Erforschung der Antarktis sei eines der schwierigsten Themen geblieben, aufgrund des Mangels an Forschungsdaten, sagte Qin.

Der chinesische Vize-Ministerpräsident Zhang Gaoli posiert für ein Gruppenfoto mit Gästen bei der Eröffnungszeremonie der 40. Antarktis-Vertragsstaatenkonferenz (ATCM) in Chinas Hauptstadt Beijing, 23. Mai 2017. (Quelle: Xinhua)

China sei bisher noch keine weltweit führende Macht bei der Erforschung der Antarktis, sagte Qin, aber da die Technologien und die gesamte nationale Macht des Landes wachse, sei es gewillt mehr zum besseren Verständnis der Antarktis beizutragen.

China schenkt der Kooperation und dem Austausch von Informationen beim Studium der Antarktis große Aufmerksamkeit. Das nationale, chinesische Datenzentrum für die Arktis und Antarktis hat Daten für über 100 internationale Projekte und über 10 Länder geliefert.

„China hat in den vergangenen Jahren mit immer mehr Ländern bei verschiedenen Aspekten, wie Politikgestaltung, Expeditionen und wissenschaftlichen Studien, zusammengearbeitet“, sagte Chinas Vize-Außenminister Liu Zhenmin.

Laut „Chinas Antarktis-Aktivitäten“, plane China seine Aktivitäten in der Antarktis zwischen 2016 und 2020 auf ein höheres Niveau zu heben, einschließlich der Installation neuer Stationen in der Antarktis und der Einsetzung neuer und fortschrittlicher Eisbrecher.

„Auf dem Weg ist China gewillt mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft beim Verständnis, dem Schutz und der Nutzung der Antarktis zusammenzuarbeiten“, besagte der Bericht.

Am 40. ATCM in Beijing nahmen etwa 400 Delegierte aus 44 Ländern und 10 internationalen Organisationen, die den Antarktisvertrag unterzeichnet haben, teil.

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