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Bemanntes Tauchboot taucht im Mariannengraben auf 4.811 Meter Tiefe

2017-05-26 10:09:29 CRI

Das chinesische Tauchboot „Jiaolong" hat am Dienstag in der sogenannten „Challenger Tiefe" im tiefsten Graben der Welt, dem Mariannengraben im Westpazifik, erfolgreich einen Tauchtest durchgeführt. Innerhalb von drei Stunden sank das bemannte-Tauchboot in eine Tiefe von 4.811 Metern. Dort führten die Forscher Tiefsee-Beobachtungen und Vermessungen durch. Gleichzeitig nahmen sie Proben von Meerwasser, Gesteinen, einer Seegurke, einem Seeschwamm und zwei Seesternen. Außerdem fotografierte das Team den Meeresgrund.

Den Wissenschaftlern zufolge sollen die beim Tauchgang gesammelten Gesteine dabei helfen, zu verstehen, wie die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Mariannengrabens aussieht. Die Proben der Meereslebewesen sollen zur Erforschung der Diversität von Tiefwassertieren, der ökologischen Systeme und der Biogeografie beitragen.

Bei dem Tauchgang wurden außerdem die technische Ausrüstung und die Kommunikationsausrüstung, wie mechanische Arme, getestet. Projektleiter Wu Changbin erklärte: „Die technischen Rahmenbedingungen des Tauchboots sind stabil. Die Zusammenarbeit aller Teilnehmer verlief reibungslos. Alle vorgesehenen Aufgaben wurden erfüllt, was eine Grundlage für künftige tiefere Tauchgänge geschaffen hat."

Der Tauchgang dauerte insgesamt acht Stunden und 50 Minuten. Schon im Juni 2012 konnte „Jiaolong" im Mariannengraben eine Tiefe von 7.062 Metern erreichen.

Der Test am Dienstag war der erste von insgesamt zehn Tauchgängen, die für die dritte Phase der laufenden Expedition vorgesehen sind. Die dritte Phase begann am 16. Mai, als das Mutterschiff „Xiangyanghong 09" mit 96 Wissenschaftlern an Bord in Richtung Yap-Graben und Mariannengraben im westlichen Pazifik aufbrach.

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