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Der 19. Parteitag der KP Chinas von Deutschen aufmerksam beobachtet

2017-10-18 13:54:22 CRI

Am Mittwoch ist der 19. Parteitag der KP Chinas in Beijing eröffnet worden. Er ist eines der wichtigen politischen Ereignisse der internationalen Gemeinschaft in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Die ganze Welt blickt darauf. Natürlich auch die Deutschen. Sie beobachten aufmerksam, wie sich China in der Zukunft entwickeln wird und wie die zukünftige Außenpolitik aussehen wird.

Norbert Noisser, der stellvertretende Referatsleiter des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, sprach kürzlich davon, dass seit einigen Jahren Deutschland großen Wert auf die Handelsbeziehungen mit China lege. Hessen beobachte die jüngste wirtschaftliche Situation Chinas im Rahmen des 12. bzw. 13. Fünfjahresplans mit großer Aufmerksamkeit:

„Nicht nur die Fünfjahrespläne, sondern auch die wichtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen werden von uns sehr genau verfolgt und analysiert und auch mit unseren chinesischen Partnern – also der chinesischen Außenhandelskammer, der chinesischen Investitionsbehörde und den anderen Strukturen – partnerschaftlich besprochen und diskutiert. Unsere Erwartungen sind die, dass insgesamt der Kurs, der über die letzten Jahre immer konsequent verfolgt worden ist, der Öffnung der chinesischen Wirtschaft, und wir sind sehr zuversichtlich, dass auch dann, sagen wir der 19. Parteitag ganz klar die Positionen, die Staatspräsident Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang immer wieder zum Ausdruck gebracht haben, nämlich, dass eine stabile Welthandelsordnung, dass ein freier Handel weiterhin im Interesse der Volksrepublik China ist, genauso wie er im Interesse von uns ist."

Wolfram Adolphi, ein deutscher China-Experte, Journalist und Politikwissenschaftler, verfolgt aufmerksam die Berichterstattung über den 19. Parteitag der KP Chinas:

„Ich habe sehr große Erwartungen, weil ich ja weiß und das auch aus eigener Erfahrung weiß, dass in einem Land, wie in China, die Beschlüsse der Parteitage Grundsatzdokumente für die weitere Entwicklung sind. Ich weiß, dass diese Beschlüsse, wenn sie mit der Lebensrealität der Menschen sehr eng verbunden sind, eine große Kraft entfalten. Und jeder sieht in der Welt, dass sich die Welt der Produktion sehr, sehr schnell ändert und dass die Frage der Beschäftigung der Menschen – der sinnvollen Beschäftigung der Menschen – im Zeitalter der Digitalisierung eine riesengroße Frage ist, auf die kein Land der Welt eine Antwort hat. Da hoffe ich, dass eine so erfahrene Partei eigene Gedanken dazu entwickelt. Über alles, das brauchen wir internationale Übereinkünfte. Meine Hoffnung ist sehr groß, dass China sich an der Entwicklung solcher Übereinkünfte sehr klug beteiligt."

Zur Tendenz der bilateralen Beziehungen zwischen China und Deutschland nach dem 19. Parteitag ist Michael Ruhland, Verleger der Deutsch-Chinesischen Verlagsanstalt, der Ansicht:

„Ich meine, die Beziehungen im Moment dürften verhältnismäßig entspannt und gut sein und das wird sich weiter vertiefen. Großinitiative von chinesischer Seite ist ja auch die neue Seidenstraße und wir als Düsseldorf, als Nachbarstadt zum Endpunkt der neuen Seidenstraße in Duisburg, profitieren ja auch davon. Man sieht ja auch das Engagement, was chinesische Unternehmen hier in Düsseldorf in den letzten Jahren auch nach dem Besuch von Xi Jinping hier in der Landeshauptstadt getätigt haben. Da sind wir also sehr gut aufgestellt und freuen uns also auf jeden Chinesen, der hierher kommt – entweder als Tourist oder als Geschäftsmann. Man wird natürlich versuchen, China weiter voranzutreiben und das ‚Made in Germany' in ein ‚Made in China' umzumünzen und das ist auch für die ganze Welt ein gutes Ding, weil wir eigentlich nur miteinander existieren können."

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