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Der Aufbau der chinesisch-amerikanischen „Großmachtbeziehungen“ bietet neue Möglichkeiten

2017-11-17 10:06:41 de.china-info24.com

Nach seinem Besuch in Japan und Südkorea traf der US-amerikanische Präsident Donald Trump am 8. November zu seinem ersten Besuch in China ein, wodurch den chinesisch-amerikanischen Beziehungen viel Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Das Besondere darin ist, dass dies auch der erste Staatsbesuch in China seit Abschluss des 19. Parteitages war und erst kurz zuvor Chinas Eintritt in ein „neues Zeitalter“ angekündigt worden war. Vor diesem Hintergrund werden die Entwicklungen der chinesisch-amerikanischen Beziehungen genauestens verfolgt.

In diesem Jahr gab es häufig Interaktionen zwischen China und den USA. Auf diplomatischer Ebene sind sich Chinas Staatspräsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump vor seinem Besuch bereits zweimal begegnet. Zudem haben sie über Telefon und Schriftweg Kontakt gehalten. Nach diesem Besuch werden beide Präsidenten in Vietnam am APEC-Gipfel teilnehmen. Unter solchen Bedingungen sollten die bilateralen Beziehungen sehr „sicher“ sein, aber Realität ist, dass im Ausland viele Sorgen wegen der zukünftigen chinesisch-amerikanischen Beziehungen bestehen. Die Ursache dafür ist: Erstens gibt es zwischen China und den USA grundlegende Unterschiede in Politik, Kultur und Werten. Zweitens gab es in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen während Obamas Regierungszeit viele Richtungswechsel. Drittens hat sich die internationale Lage seitdem tiefgreifend verändert. Viertens ist die Außenpolitik der USA seit Trumps Amtsantritt mit seinem „America First“-Standpunkt sehr konservativ. Fünftens hat Chinas Aufstieg im Ausland viel Unbehagen hervorgerufen. Aus diesen Gründen schenkt das Ausland Trumps Besuch viel Aufmerksamkeit und hofft, dass China und die USA wichtige Einigungen erzielen können, die nicht nur den beiden Ländern helfen, sondern auch der ganzen Welt.

Tatsächlich sind sich beide Staatsoberhäupter über die Wichtigkeit der bilateralen Beziehungen einig. Bei diesem Besuch zeigten beide dazu die gleiche Haltung. Ein Problem bleibt, wie die bilateralen Beziehungen auch in Zukunft harmonisch gestaltet werden können. In diesem Jahr hat China stets eine Haltung zu aktiver Förderung der Entwicklung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen eingenommen, was man an Xi Jinpings Besuch in den USA keine 100 Tage nach Trumps Amtsantritt und Trumps Besuch in China nach Abschluss des 19. Parteitages nur ein halbes Jahr später wahrnehmen kann. Im Vergleich zur chinesischen ist die Haltung der USA allerdings schwankend. Auf der einen Seite hoffen die USA von Chinas Entwicklung profitieren zu können, auf der anderen Seite sorgen sie sich, dass Chinas Aufstieg die Weltmachtposition der USA gefährden könnte.

Grund dafür sind die fehlenden Kenntnisse über Chinas Entwicklung. Ein wichtiger Grund für Chinas Errungenschaften in den letzten 40 Jahren ist Chinas aktive Integration in die Weltordnung, wodurch es einerseits zu einem Profiteur des gegenwärtigen internationalen Systems geworden ist, andererseits aber auch Bewahrer, Erbauer und Mitwirkender dieses Systems und nicht dessen Zerstörer. China ist in ein neues Zeitalter eingetreten und betont im Hinblick auf seine Außenbeziehungen einen friedlichen Weg der Entwicklung, fördert die Errichtung einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit und die Errichtung neuartiger Großmachtbeziehungen.

In dieser Hinsicht kann Trump in diesen kurzen drei Tagen viel von Chinas Entwicklung, Kultur und Haltung lernen, was einerseits von großer Bedeutung für den Umgang mit China und andererseits von Bedeutung für die neuartigen chinesisch-amerikanischen Großmachtbeziehungen ist. China und die USA könnten sogar gemeinsam ein Zeitalter für den Aufbau einer neuen Art von Großmachtbeziehungen einläuten, wodurch das Verständnis beiderseits nicht mehr starr von persönlichen Kenntnissen und Urteilen abhängt, sondern wo Kooperation und Win-Win zum Hauptton für den Umgang in den Beziehungen gemacht werden.

China und die USA müssen einander respektieren, die Zusammenarbeit verstärken und mit Differenzen umgehen. Das ist die Grundlage der chinesisch-amerikanischen Beziehungen, die nicht verändert werden sollte. Auf dieser Grundlage kann die Entwicklung der Beziehungen gefördert werden, so wie zu Beginn dieses Jahres, als sich Xi mit Trump in Mar-a-Lago getroffen hat. Die beiden Präsidenten entschlossen sich, den Rahmen dafür von einem „chinesisch-amerikanischen strategischen Wirtschaftsdialog“ zu einem „umfassenden chinesisch-amerikanischen Wirtschaftsdialog“ zu ändern. Und wie auch beim erzielten Konsens während Trumps Besuch, soll die Diplomatie der beiden Staatspräsidenten weiterhin eine wichtige Rolle in den bilateralen Beziehungen spielen, der Austausch auf höchster Ebene verstärkt werden, die Dialogmechanismen genutzt werden, der Austausch und die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Handel, Militär, Recht und Kultur ausgeweitet werden und die Kommunikation und die Koordination bei wichtigen internationalen und regionalen Problemen verstärkt werden.

Viele Aspekte des China-Besuches zeigen, dass die chinesisch-amerikanischen Beziehungen, als historischer Neuanfang gesehen, große Fortschritte erzielen können.

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