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Chinas „Eisblumenjunge“ wärmt die Herzen der Netzbürger

2018-01-12 10:03:25 Xinhua

Ein kleiner Junge wurde diese Woche eine Online-Berühmtheit, als ein Foto von ihm mit dicken frostigen Haaren und rissigen Händen in China viral ging.

Der Junge kam zu seinem frostigen Aussehen nach einem 4,5 km langen Fußweg von seinem Haus in die Schule im Kreis Ludian, einem ländlichen Gebiet in der südwestchinesischen Provinz Yunnan, als eine starke Kaltfront die Temperatur auf minus 9 Grad Celsius senkte.

Der Drittklässler unternimmt jeden Tag den eine Stunde dauernden Fußweg. Diesmal als er in der Schule ankam, sah er aus wie ein alter Mann mit weißen Haaren und Augenbrauen, die mit dickem Frost bedeckt waren, und einem vor Kälte geröteten Gesicht.

„Es war der erste Tag der Abschlussprüfung, aber als er das Klassenzimmer betrat, zog er eine Grimasse und jeder war amüsiert“, sagte Fu Heng, der Schulleiter.

Der Junge hatte nur sehr dünne Kleidung an, denn in Yunnan ist eisiges Wetter ungewöhnlich. Sein Lehrer machte ein Foto von ihm und teilte es auf dem sozialen Netzwerk WeChat, wo es bald Millionen im ganzen Land bewegte.

Während sein Bild im Internet viral ging, machte er einfach mit seiner Prüfung weiter und erzielte 99 von 100 Punkten.

Chinesische Netzbürger gaben ihm schnell den Spitznamen „Eisblumenjunge“, und viele zeigten sich besorgt um ihn und seine Klassenkameraden.

Auf einer Höhe von 2.850 Metern empfängt die Schule in der Stadt Zhaotong Schüler aus den umliegenden 16 Dörfern. Es gibt acht Lehrer und 141 Schüler an der Schule, wobei eines der Kinder um 5.30 Uhr morgens aufstehen und drei Stunden zur Schule gehen muss.

Die Stadt hat über 1,13 Millionen Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, davon 138.000 Grundschüler – das ist beinahe die Hälfte aller Schüler der Stadt.

Viele Menschen haben dem Jungen seitdem warme Kleidung und Spenden angeboten. Eine lokale Jugendstiftung wurde ebenfalls vorgeschlagen, um Geld für die Schüler an der Schule zu sammeln.

Eine landesweite Armutsbekämpfungskampagne läuft seit Jahren.

In Ludian werden bald mehrere Straßen zum Haus des Jungen fertiggestellt, und ihr neues Haus wurde mit Hilfe des örtlichen Büros für Armutsbekämpfung errichtet.

Vor der Kamera zeigte der Junge ein breites Lächeln. „Ich liebe die Schule und unsere Lehrer“, sagte er. „Ich bin sehr glücklich.“

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