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Eine Anstiftung zum Angriff auf Konfuzius-Institute

2018-04-18 11:18:51 German.people.cn

Anmerkung des Autors: Laut des Foreign Agents Registration Act hielten vor kurzem mehrere der US-Senatoren einschließlich Marco Rubio, Tom Cotton und Joe Wilson den US-Kongress dazu an, die Konfuzius-Institute als ausländische Akteure aufzulisten. Zwei Experten teilen ihre Meinung zu dem Thema mit China Daily’s Mitarbeiterin Liu Jianna. Ausschnitte folgen:

Hardliner reißen die US Handelspolitik an sich

Li Haidong, ein Professor an der China Foreign Affairs University

Der letzte Vorwurf gegenüber Konfuzius-Instituten in den Vereinigten Staaten (US) ist Teil eines organisierten Bemühens, jegliche Aktivitäten und Austauschprogramme mit China, durch an China gebundene Institutionen, zu begrenzen. Sogar die US-China-Kommission zur Überprüfung wirtschaftlicher und sicherheitsbedingter Angelegenheiten schloss sich dem Jahresbericht des US-Kongresses an, der im November thematisiert wurde und forderte, dass Chinesische Medieninstitutionen innerhalb der Vereinigten Staaten als ausländische Akteure gelistet werden.

Der Foreign Agents Registration Act (FARA) wurde 1938 gegründet, um politischer Propaganda durch Nazi-Deutschland zuvorzukommen. Laut dem US-Rechtsausschuss greift der Registration Act dann, wenn bestimmte Leute im Rahmen einer politischen oder quasi-politischen Funktion als Akteure ausländischer Mächte auftreten und somit ihre Beziehung mit der ausländischen Regierung offenlegen sowie ihre mit diesem Kontakt einhergehenden Aktivitäten, einschließlich der Ein -und Ausgaben von Geldern. Doch der mutwillige und unlautere Gebrauch von FARA kann ernste Folgen nach sich ziehen, auch hinsichtlich allgemeiner kultureller und ziviler Austausche zwischen China und den US.

Hier stellt sich die Frage, weshalb einige der US-Politiker sich die kulturellen Programme Chinas und die durch China organisierten Austauschmöglichkeiten, zur Zielscheibe ihrer verbalen Angriffe machen? Fakt ist, dass das, was wir heute sehen, die unausweichliche Entwicklung der Debatte um Chinas Politik in den US zwischen den Jahren 2014 und 2016 ist, die den US-Hardlinern im Rahmen der bilateralen Beziehungen die Oberhand verschaffte. Zudem zeigte sich durch die Debatte, dass die Trump-Administration ihr Engagement verringerte und stattdessen ihre Bemühungen zur Limitierung Chinas erhöhten.

Neue Fronten wurden durch die Bestrebungen der Hardliner in dem “Anti-China-Krieg” geformt. Die Faktenlage erklärt weshalb gewisse US-Politiker es auf chinesische Kultur- und Austauschprogramme abgesehen haben. Politische Regelungen zu Missgünsten Chinas und den Sino-US-Beziehungen konnten überhaupt erst entstehen, da es keine politischen Elemente gibt, die eine effektive Gegeninitiative zu der Hardliner-Politik und deren Angriff auf China bilden. Deutlich wird ein Wandel in der Stimmung der Sino-US-Beziehungen und US Präsident Donald Trump folgt lediglich dem Trend, zu dessen Beginn er gleichermaßen beigetragen hat.

Trotz der Konfrontationstaktiken der Vereinigten Staaten, hat China immer noch die Möglichkeit, Maßnahmen zu einer Abmilderung der spannungsgeladenen Atmosphäre zu ergreifen. Beispielsweise könnte China nicht von der Regierung beeinflusste Austausche vorantreiben, um die US-Zweifel hinsichtlich von der Regierung finanzierter Programme zu beheben. Darüber hinaus sollten bei der Arbeit an der Sino-US-Verbindungen in diesen ungewissen Zeiten mit noch mehr Geschick und Gewandtheit vorgegangen werden.

Die USA haben keinen Grund, die chinesische Kultur anzuzweifeln

Wang Lili, stellvertretender Dekan der Nationalakademie für Entwicklung und Strategie sowie Professor der Renmin University of China

Bestimmte US-Politiker und Meinungsträger haben mehrfach Chinas kulturelle Programme und Austausche mit den US-Staaten als Autoritarismus-Versuche abgestempelt, was vor allem die Konfuzius-Institute abbekamen. Einige von ihnen nutzten sogar ein zurechtgelegtes sharp power-Konzept, um Chinas kulturelle Überseehandlungen in Frage zu stellen.

Die Kalter-Krieg-Mentalität und die Doppelmoral können als ein Limitierungsversuch gegenüber China gesehen werden, der von einigen westlichen Ländern adaptiert wurde. Stimmen für die Begrenzung Chinas und die Teilnahme an strategischen Wettkämpfen mit China haben sich in den US-Medien und auf anderen Gebieten Gehör verschafft inklusive einiger Anti-China-Kauze, die zum Kampf gegen China aufrufen. Dies erklärt, weshalb chinesische kulturelle Übersee-Austausch-Programme, einschließlich der über das Konfuzius-Institut organisierten, anvisiert wurden.

Es ist von großer Wichtigkeit, dass China Gesellschaftsdiplomatie betreibt und den kulturellen Austausch mit anderen Ländern weiter intensiviert, einschließlich des Austausches mit den Vereinigten Staaten. Dies sind einige der entscheidendsten Wege zur Verbesserung der soft power und des Nationalen Images, die Schaffung von Vertrauen und die Voranbringung des Friedens. Um dieses Ziele zu erreichen, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden.

Erstens sollte die Gesellschaftsdiplomatie facettenreicher werden, um die nicht zur Regierung gehörenden Kräfte zu mobilisieren, inklusive Thinktanks, Massenmedien, Unternehmen. Zweitens sollte die Bedeutung der chinesischen Kultur näher erläutert werden. Drittens sollten neue Medien besser und effektiver dazu genutzt werden, Gesellschaftsdiplomatie und chinesische Kultur zu verbreiten.

Das friedfertige Wachstum Chinas ist ein unveränderbarer Trend. Die Vereinigten Staaten sollten ihre Vorurteile gegen China aufgeben und Chinas Gesellschaftsdiplomatie und kulturellen Austauschprogramme gründlich abwägen. Nur durch umfassenden kulturellen Austausch, der nach Harmonie in der Vielfalt strebt, ist es möglich die Welt zu einem besseren, mannigfaltigeren und bunteren Ort für zukünftige Generation zu machen.

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