menu
seacher

Roundup: China, Deutschland erleben rasant wachsende wissenschaftlich-technische Beziehungen

2018-07-12 09:30:59 Xinhua

Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nehmen an einer Ausstellung zur Autopilotenkooperation zwischen den beiden Ländern in Berlin, Deutschland, teil, 10. Juli 2018.

Die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland wurde während des laufenden Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Deutschland als starker Bindeglied zwischen den beiden Ländern hervorgehoben.

Li und seine deutsche Amtskollegin Angela Merkel haben gemeinsam die fünfte Runde der Regierungskonsultationen geleitet und eine Verstärkung der Zusammenarbeit bei wissenschaftlichen und technologischen Innovationen vereinbart.

Dieses Jahr markiert auch das 40. Jubiläum der Unterzeichnung des chinesisch-deutschen zwischenstaatlichen Abkommens über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit, das in den letzten vier Jahrzehnten zu einer wichtigen Quelle der Zusammenarbeit geworden ist.

Seit die beiden Länder im Jahr 2014 den gemeinsamen Aktionsplan „Innovation gemeinsam gestalten“ angenommen haben, haben sie die Beziehungen in Bereichen wie Molekulare Medizin, grüne und leichte Mobilität, sauberes Wasser und intelligente Fertigung vorangetrieben.

Mittlerweile arbeiten Forschungsinstitute und Unternehmen beider Länder eng zusammen, um Forschungsergebnisse schnell auf die Produktion zu übertragen.

Zhang Jianwei, Direktor des TAMS, ein Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (KI) an der Universität Hamburg, sagte, dass die Zusammenarbeit im Bereich der KI vielversprechend sei und eine Vielzahl anderer Bereiche wie Bildung, Gesundheit, intelligente Systeme und Robotik betreffen werde.

Li Zhenguo, Leiter des Photovoltaik-Unternehmens LONGi Green Energy Technology, sagte, dass China und Deutschland aufgrund ihrer ehrgeizigen Pläne zur Umwandlung in saubere Energie ein enormes Potenzial für eine Zusammenarbeit in der Solarbranche hätten.

„Deutschland hat einen großen Beitrag für die Branche geleistet. Mit der technologischen Entwicklung und der Senkung der Materialkosten könnte Solarenergie in der Zukunft die günstigste Energiequelle werden und dem Ökosystem der Welt zugute kommen“, sagte Li.

Das Forschungsteam unter der Leitung von Werner Hurenbach, Professor an der Technischen Universität Dresden, hat jeweils mit dem chinesischen Lokomotivhersteller CRRC und der Elektrofahrzeugbranche des in Beijing ansässigen Autoherrstellers BAIC gemeinsame Forschungszentren aufgebaut.

Seither wurden viele technologische Durchbrüche erzielt, zum Beispiel das weltweit erste Schienenfahrzeug mit Kohlefaserstruktur.

„Die Ergebnisse haben gezeigt, dass unser Kooperationsmodell in verschiedenen Branchen im In- und Ausland erfolgreich und demonstrativ war“, sagte Hurenbach.

„Mit meiner fast vier Jahrzehnte dauernden Zusammenarbeit mit der chinesischen Seite bin ich der festen Überzeugung, dass unser Erfolg in der technologischen Zusammenarbeit auf gegenseitigem Vertrauen und Nutzen beruht. Ich bin zuversichtlich zu den zukünftigen Aussichten der weiteren Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie“, sagte er.

Laut Huang Wei, Leiter des Batterieherstellers Contemporary Amperex Technology GmbH (Deutschland), entwickele das Unternehmen in Partnerschaft mit den deutschen Automobilherstellern BMW und Volkswagen sowie einigen akademischen Instituten Lithiumbatterien der Zukunft.

„Deutschland hat Vorteile in der grundlegenden wissenschaftlichen Forschung, im Ingenieurswesen und in der Standardisierung. Chinas Expertise war in der Zwischenzeit in Flexibilität, Effizienz, Kostenkontrolle und Marktanwendung“, sagte Huang. „Unsere Zusammenarbeit kann Win-Win-Ergebnisse bringen und die industrielle Entwicklung der Welt fördern.“

NEWSLETTERS

Geben Sie hier ihre E-Mail Adresse ein, um unseren Newsletter zu abonnieren

Kommentare

Sind Sie Mitglied?Sind Sie schon eingeloggt?