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Chinesischer Staatspräsident teilt Gedanken zum nächsten Jahrzehnt auf BRICS-Wirtschaftsforum

2018-07-26 12:03:34 Xinhua

Von neuen globalen Wachstumstreibern über die internationale Landschaft bis hin zum System der Weltordnungspolitik hat der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hier am Mittwoch seine Gedanken über die Veränderungen, die die Welt im nächsten Jahrzehnt erleben wird, vorgestellt.

Das nächste Jahrzehnt werde ein entscheidendes Jahrzehnt sein, in dem neue globale Wachstumstreiber an die Stelle der alten treten, schnellere Veränderungen in der internationalen Landschaft und der internationalen Ausrichtung der Kräfte und eine tiefgreifende Umgestaltung des globalen ordnungspolitischen Systems stattfinden werden, sagte Xi in einer Rede auf dem BRICS-Wirtschaftsforum in Johannesburg, Südafrika.

Er sagte, dass eine neue Runde der Revolution und Transformation in Wissenschaft, Technologie und Industrie mit künstlicher Intelligenz, Big Data, Quanteninformation und Biotechnologie an Dynamik gewinne und eine Vielzahl neuer Industrien und Geschäftsformen und -modelle hervorbringt und die globale Entwicklung und die Arbeit und das Leben der Menschen grundlegend verändern werde.

„Wir müssen diese wichtige Chance nutzen, um den Schwellen- und Entwicklungsländern eine sprunghafte Entwicklung zu ermöglichen“, sagte er vor etwa 1.200 Regierungsbeamten und Geschäftsleuten.

Xi sagte weiter, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer bereits 80 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums beisteuern und auf der Grundlage der Wechselkursberechnung machen diese Länder fast 40 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung aus.

„Wenn diese Länder mit ihrem derzeitigen Tempo wachsen, wird sich ihre Wirtschaftsleistung in einem Jahrzehnt der Hälfte der globalen Gesamtmenge annähern“, sagte Xi. „Der gemeinsame Aufstieg der Schwellen- und Entwicklungsländer ist unaufhaltbar und wird die globale Entwicklung ausgewogener machen und den globalen Frieden festigen.“

Mit Blick auf das globale ordnungspolitische System wies Xi darauf hin, dass sich die Welt inmitten von Rückschlägen hin zu einer Multipolarität und einer stärkeren wirtschaftlichen Globalisierung bewege.

„Geopolitische Hotspots tauchen immer wieder auf und der dunkle Schatten des Terrorismus und bewaffneter Konflikte verfolgt uns immer noch. Unilateralismus und Protektionismus verschärfen sich, was dem Multilateralismus und dem multilateralen Handelsregime einen schweren Schlag versetzt“, sagte er.

„Die internationale Gemeinschaft hat einen neuen Scheideweg erreicht und wir stehen vor der Wahl zwischen Kooperation und Konfrontation, zwischen Öffnung und einer Politik der geschlossenen Tür und zwischen gegenseitigem Nutzen und einem Ansatz, der auf Kosten des Nächsten geht“, sagte Xi.

Die Entwicklung des globalen Ordnungspolitischen Systems werde daher tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung aller Länder haben, insbesondere der Schwellen- und Entwicklungsländer und in der Tat auf den Wohlstand und die Stabilität der gesamten Welt, sagte er.

„Wir BRICS-Länder sollten uns über den historischen Trend auf dem Laufenden halten, Entwicklungsmöglichkeiten ergreifen, gemeinsam Herausforderungen bewältigen und eine konstruktive Rolle beim Aufbau einer neuen Art von internationalen Beziehungen und einer Schicksalsgemeinschaft für die Menschheit spielen“, sagte Xi.

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